Toter an B307 abgelegt: Polizei ermittelt wegen unterlassener Hilfeleistung

Nach dem Fund eines toten Mannes an der B307 bei Lenggries am 23. August gibt es neue Erkenntnisse: Die Kriminalpolizei ermittelt inzwischen gegen eine 59-Jährige aus dem Landkreis Miesbach wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung.

Bei dem Toten handelt es sich um einen 64-jährigen rumänischen Staatsangehörigen, der keinen Wohnsitz in Bayern hatte. Die Rechtsmedizin stellte keine Anzeichen für einen gewaltsamen Tod fest. Nach bisherigen Ermittlungen soll die 59-Jährige den Mann als Hilfskraft beschäftigt haben. Sie soll seinen bereits verstorbenen Körper mit einem Fahrzeug von einem Betrieb im Raum Ebersberg zum Parkplatz an der B307 gebracht haben. Die Strecke beträgt knapp 100 Kilometer. Am 3. September durchsuchten Ermittler deshalb zwei Objekte in den Landkreisen Ebersberg und Miesbach.

Warum der Mann starb, wann genau sein Tod eingetreten ist und weshalb sein Körper an die B307 gebracht wurde, ist weiterhin offen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Weilheim in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft München II laufen weiter. Zum aktuellen Zeitpunkt geht es um den Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung.

Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd