Bei Grenzkontrollen auf der A93 bei Kiefersfelden hat die Bundespolizei am Wochenende rund 20 Personen festgestellt, die entweder ohne erforderliche Dokumente beziehungsweise mit gefälschten Papieren nach Deutschland einreisen wollten oder wegen bestehender Haftbefehle gesucht wurden. Für mehrere Betroffene endete die Fahrt in einer Haftanstalt.
Ein 20-jähriger Litauer wurde bei der Kontrolle eines Busses aufgrund eines Europäischen Haftbefehls festgenommen. Ihm werden in Litauen zahlreiche Betrugsdelikte und weitere Straftaten im Bereich der Wirtschaftskriminalität vorgeworfen. Auf richterliche Anordnung wurde er in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim gebracht. Dort wartet er auf seine Auslieferung.
Auch ein 32-jähriger Iraker wurde bei Kiefersfelden festgenommen. Gegen den Mann, der eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung vorzeigen konnte, lagen zwei Strafbefehle vor – wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Trunkenheit im Verkehr. Da er die fälligen Geldstrafen und Verfahrenskosten von insgesamt rund 7.400 Euro nicht bezahlen konnte, muss er voraussichtlich 80 Tage Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen. Er wurde in die Haftanstalt Bernau gebracht.
Zwei weitere Fälle betrafen syrische Staatsangehörige. Gegen einen 26- und einen 28-Jährigen lagen Strafbefehle des Amtsgerichts Laufen wegen illegaler Einreiseversuche vor. Beide konnten die geforderten rund 670 Euro bezahlen und entgingen damit jeweils einer 59-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe. Anschließend konnten sie ihre Reise fortsetzen.
Bei zwei weiteren Kontrollen auf der Inntalautobahn stellten die Bundespolizisten gefälschte Dokumente fest. Ein 34-jähriger Syrer legte einen gefälschten rumänischen Ausweis vor. Bei einem 22-jährigen Tunesier waren sowohl die spanische Aufenthaltserlaubnis als auch der spanische Führerschein gefälscht. Bei dem Mann fanden die Beamten zudem ein in Deutschland nicht zugelassenes Pfefferspray und Cannabis. Gegen beide wurden Strafanzeigen erstattet.
Nach Angaben der Bundespolizei wurden etwa drei Viertel der Personen, die am Wochenende im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim unerlaubt nach Deutschland einreisen wollten, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zurückgewiesen. Die Betroffenen stammten unter anderem aus Ghana, Syrien, Pakistan und Indien.
Quelle: Polizei
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