Im Landkreis Miesbach sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Wohnungen in neuen Ein- und Zweifamilienhäusern entstanden als noch zu Beginn des Jahrzehnts. Laut einer Untersuchung des Pestel-Instituts bedeutet der Rückgang für die regionale Wirtschaft einen geschätzten Umsatzverlust von 9,4 Millionen Euro.
2025 kamen demnach 144 Wohnungen in neu gebauten Ein- und Zweifamilienhäusern hinzu. Zwischen 2020 und 2022 waren es durchschnittlich 154 pro Jahr. Das Pestel-Institut sieht dadurch nicht nur Bauunternehmen betroffen, sondern auch Handwerker, Architekten, Planer und weitere Unternehmen rund um Grundstückskauf, Hausbau und Gartengestaltung. Die Untersuchung ist Teil der Studie „Soziale Aspekte des Wohneigentums“, die im Auftrag der Schwäbisch Hall-Stiftung „bauen – wohnen – leben“ erstellt wurde.
Das Institut und die Schwäbisch Hall-Stiftung sehen zugleich wachsende Schwierigkeiten beim Erwerb von Wohneigentum, besonders für Menschen mit mittleren Einkommen. Gefordert werden deshalb unter anderem stärkere staatliche Förderungen und ein bundesweiter Plan zur Förderung von Wohneigentum. Nach Einschätzung des Pestel-Instituts könnte mehr Eigentum außerdem den Mietmarkt entlasten und die regionale Wirtschaft stärken.
Quelle und Bildquelle: Schwäbisch Hall-Stiftung