Doppel-Erfolg für Königsdorfer Piloten bei der Weltmeisterschaft

Wolfgang Schieck vom Segelflugzentrum Königsdorf hat bei der Segelkunstflug-Weltmeisterschaft im südfranzösischen Fayence gleich zwei Medaillen gewonnen. Der erfahrene Pilot sicherte sich Gold in der bekannten Kür und Silber in der unbekannten Kür.

Vom 2. bis 12. September traten in Fayence 44 Pilotinnen und Piloten in zwei Klassen gegeneinander an. In der bekannten Kür überzeugte Schieck mit einem nahezu fehlerfreien Programm und setzte sich gegen den Deutschen Michael Spitzer sowie den bisherigen Weltmeister Maciej Pospieszynski aus Polen durch. In der unbekannten Kür musste er sich anschließend nur Pospieszynski geschlagen geben. Bei diesen Flügen erfahren die Teilnehmer die zu zeigenden Figuren erst kurz vor dem Start und dürfen sie vorher nicht trainieren. Die Leistungen werden von Kampfrichtern bewertet, zusätzlich überwacht eine elektronische Anlage, ob die Flugzeuge innerhalb der vorgegebenen Kunstflugbox bleiben.

In den weiteren unbekannten Pflichtprogrammen unterlief Schieck jeweils ein kleiner Fehler, wodurch er in der Gesamtwertung auf Platz elf zurückfiel. Die beiden Medaillen blieben für ihn dennoch der Höhepunkt der Weltmeisterschaft. Besonders emotional war für den ehemaligen Lufthansa-Jumbo-Kapitän der Gewinn des WM-Titels: Bei seiner ersten Weltmeisterschaft 2010 war er noch Letzter geworden. Nun stand er selbst ganz oben auf dem Podest und hörte die deutsche Nationalhymne. Die Kunstflugzeuge erreichen bei den Manövern Geschwindigkeiten von bis zu 280 Kilometern pro Stunde und sind für Belastungen von bis zum Achtfachen der Erdbeschleunigung ausgelegt.

Quelle: Segelflugzentrum Königsdorf
Foto: Marcus King