Die SPD im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen kritisiert den Bericht des bayerischen Umweltministeriums zur Zukunft des Walchensee-Systems. Nach acht Jahren Arbeit enthalte das Papier zwar viele Informationen und Anregungen, aber keine klaren Vorgaben, bemängelt Kreisvorsitzender Klaus Barthel. Der Bericht soll in das anstehende Verfahren zur Neuvergabe der Wasserrechte für das Walchenseekraftwerk einfließen. Zuständig dafür ist die Regierung von Oberbayern.
Die Kreis-SPD fordert, dass sich der Landkreis und die betroffenen Kommunen stärker in die Debatte einbringen. Die SPD-Kreistagsfraktion hat nach eigenen Angaben erneut beantragt, das Kraftwerkssystem in öffentliche Verantwortung zurückzuführen. Ein ähnlicher Vorstoß war bereits in der vergangenen Amtsperiode gescheitert. Auch eine Petition an den bayerischen Landtag blieb erfolglos. Hintergrund ist die künftige Vergabe der Wasserrechte für das von Uniper betriebene Kraftwerk. Dabei geht es um die weitere Stromerzeugung und die Abwägung zwischen Energiegewinnung, Naturschutz und regionalen Interessen.
Quelle: Klaus Barthel
Bildquelle: Uniper Kraftwerke GmbH
