Wasserwachten im Landkreis Miesbach bereit für die Badesaison

Pünktlich zum Beginn der Pfingstferien und der Badesaison haben die Wasserwachten im Landkreis Miesbach ihre Vorbereitungen abgeschlossen und stehen für die kommende Saison bereit. Angesichts des erwarteten guten Wetters und hohen Besucheraufkommens appellieren die Verantwortlichen an Badegäste und Wassersportler, die Gefahren im und am Wasser nicht zu unterschätzen.

Die Wasserwachten im Landkreis Miesbach rechnen bereits in den ersten Ferientagen mit einem deutlich erhöhten Besucheraufkommen an den Gewässern der Region, insbesondere am Schliersee und Tegernsee. Neben Badegästen werden zahlreiche Stand-Up-Paddler, Segler, Ruderer, Tretbootfahrer und Tagesausflügler erwartet.

Simon Horst, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis Miesbach, erklärt: „Unsere Einsatzkräfte sind bestens ausgebildet, die Boote und Einsatzmittel überprüft und die Wachstationen vorbereitet. Wir freuen uns auf eine hoffentlich sonnige und unfallfreie Saison.“

Die Seen im Oberland sind Naturgewässer mit besonderen Risiken. Kalte Wassertemperaturen, plötzliche Wetterumschwünge, starke Winde oder gesundheitliche Probleme können schnell lebensbedrohliche Situationen schaffen. Thomas Schaffarzyk, Stv. Vorsitzender der Kreiswasserwacht, weist darauf hin, dass die Wassertemperaturen besonders zu Saisonbeginn oft niedriger sind als die Außentemperaturen vermuten lassen. Er empfiehlt, sich langsam an das Wasser zu gewöhnen und niemals überhitzt ins Wasser zu springen, um Kreislaufprobleme, Atemnot oder Muskelkrämpfe zu vermeiden.

Beim Wassersport wie Stand-Up-Paddling, Kajakfahren oder Bootfahren empfiehlt die Wasserwacht dringend, stets eine Rettungsweste zu tragen, Wettervorhersagen zu prüfen, Sturmwarnanlagen zu beachten, das Ufer nicht unnötig weit zu verlassen, Kinder niemals unbeaufsichtigt auf dem Wasser zu lassen und Sportgeräte sowie Boote nach der Nutzung ordnungsgemäß zu sichern. Ein Beispiel für vermeidbare Einsätze war im Sommer 2025, als herrenlos treibende SUP-Boards auf dem Schliersee einen größeren Wasserrettungseinsatz auslösten.

Die Wasserwacht betont die Bedeutung eines schnellen Notrufs. Bei Vermisstensuchen zählt jede Minute. Simon Horst versichert: „Niemand muss Angst haben, einen Notruf abzusetzen. Wenn Menschen im Wasser vermisst werden oder sich Sorgen um Angehörige machen, zählt jede Minute. Unsere Einsatzkräfte prüfen die Lage professionell und können im Ernstfall sofort helfen.“

Auch am Ufer lauern Gefahren durch rutschige Stege, alkoholbedingte Stürze oder gesundheitliche Notfälle. Familien mit Kindern sollten besonders darauf achten, Kinder niemals unbeaufsichtigt am Wasser spielen zu lassen und zu bedenken, dass aufblasbare Schwimmhilfen keine Aufsicht ersetzen. Zudem sollte nicht alkoholisiert geschwommen oder Boot gefahren werden, nach Sonnenbädern ausreichend getrunken und Gewitter frühzeitig beachtet werden, da Blitzeinschläge auf großen Wasserflächen gefährlich sein können.

Hinter der Sicherheit an den Seen stehen zahlreiche Ehrenamtliche, die jährlich viele tausend Stunden Ausbildungs-, Wach- und Einsatzdienst leisten. Simon Horst betont: „Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer investieren einen großen Teil ihrer Freizeit für die Sicherheit anderer Menschen. Darauf können wir im Landkreis Miesbach stolz sein.“ Die Wasserwachten im Landkreis Miesbach wünschen allen eine sonnige, erholsame und sichere Badesaison 2026 und appellieren: „Genießen Sie unsere wunderschönen Seen, respektieren Sie die Natur und beachten Sie die Baderegeln. Dann steht einem unbeschwerten Sommer nichts im Wege.“ Bei Bedarf ist der Notruf 112 europaweit und kostenlos erreichbar.

Quelle: BRK-Kreisverband Miesbach