Die BRB ist nach eigenen Angaben am Rand ihrer Belastbarkeit. Der Geschäftsführer Arnulf Schuchmann erklärte, dass der Zugbetrieb kaum noch aufrechterhalten werden könne. Als Ursache nannte er kurzfristige und überlappende Bauarbeiten der DB InfraGO AG.
Wie die BRB berichtet, läuft im 840 Kilometer langen BRB-Netz seit Monaten kaum ein Abschnitt störungsfrei. Viele Bauarbeiten seien kurzfristig verlängert, verschoben oder gleichzeitig gestartet worden. Aktuelles Beispiel: Auf der Linie RE5 starten morgen (14. November) parallele Bauarbeiten in drei Abschnitten. Fahrplanunterlagen lägen der BRB dafür noch nicht vor, weshalb die Betriebsplanung nur auf Schätzbasis möglich sei. Laut Schuchmann werden die erforderlichen Vorlaufzeiten für solche Baumaßnahmen deutlich unterschritten.
Für Fahrgäste bedeutet das unklare Abfahrtszeiten und häufige Änderungen, während das Personal mit wachsender Kritik umgehen muss. Digitale Systeme der DB können Ersatzfahrpläne zudem nicht rechtzeitig aufnehmen, da Aktualisierungen nur im Abstand von mehreren Tagen möglich sind. Die BRB verweist darauf, dass sie aktuelle Informationen nur über eigene Kanäle (WhatsApp, Facebook, www.brb.de) bereitstellen könne.
Quelle: BRB – Bayerische Oberlandbahn GmbH