Unfälle und Abstürze: Einsatzreiches Pfingstwochenende für Bergwacht im Isarwinkel

Die Bergwacht Wolfratshausen und beteiligte Bergwachten im Isarwinkel verzeichneten ein arbeitsreiches Pfingstwochenende mit mehreren Einsätzen, darunter die Rettung eines abgestürzten Wanderers und eines Gleitschirmfliegers.

Die Einsatzkräfte der Bergwacht Wolfratshausen sowie die beteiligten Bergwachten im Isarwinkel waren über das Pfingstwochenende stark gefordert. Während die Dienstmannschaften der Bergwachten München und Wolfratshausen am Latschenkopf zunächst noch Übungen bei gutem Wetter durchführen konnten, häuften sich die Einsätze ab Samstagnachmittag.

Den Anfang machte eine gestürzte Wanderin im Bereich der Stie Alm am Brauneck. Die Patientin wurde gemeinsam mit der Bergwacht Lenggries medizinisch versorgt. Sie erlitt leichte Verletzungen und konnte ihren Heimweg eigenständig antreten.

Kurz nach 17 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Oberland die Bergwacht Lenggries zu einem schweren Bergunfall am Grasleitensteig im Abstieg von der Lenggrieser Hütte. Ein Wanderer war dort rund 50 Meter abgestürzt und in einem Bachbett zum Liegen gekommen. Aufgrund der gemeldeten schweren Verletzungen wurde der Bergwacht Notarzt der Bergwacht Wolfratshausen frühzeitig zur Einsatzstelle gebracht.

Den Einsatzkräften der Bergwachten Lenggries und Wolfratshausen gelang es, den Patienten unter schwierigen Bedingungen medizinisch zu stabilisieren und technisch aus dem absturzgefährdeten Gelände zu retten. Anschließend wurde der Verletzte in einen Bereich gebracht, der eine Rettung per Hubschrauber ermöglichte. Der Patient und der Bergwacht Notarzt wurden zunächst zu einem Zwischenlandeplatz geflogen, wo nach weiterer medizinischer Versorgung die Übergabe an den Rettungshubschrauber „Christoph Murnau“ für den Weitertransport in eine geeignete Klinik erfolgte.

Auch am Pfingstmontag waren die Einsatzkräfte gefordert. Am späten Mittag ging die Meldung über einen abgestürzten Gleitschirmflieger unterhalb der Bergstation der Brauneck-Kabinenbahn ein. Ein Trupp der Dienstmannschaft am Latschenkopf, bestehend aus Einsatzkräften der Bergwachten München und Wolfratshausen, übernahm die Erstversorgung des Verunfallten bis zum Eintreffen des Bergwacht-Notarztes der Bergwacht Lenggries. Da eine Verletzung der Wirbelsäule nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde zusätzlich der Rettungshubschrauber „Christoph Murnau“ zum Abtransport des Patienten alarmiert.

Die Bergwacht Wolfratshausen bedankt sich ausdrücklich bei allen beteiligten Organisationen – insbesondere bei der Bergwacht Lenggries, der Bergwacht München, der Integrierten Leitstelle Oberland sowie der Crew vom „Christoph Murnau“ – für die Zusammenarbeit während des gesamten Pfingstwochenendes.

Quelle und Bildquelle: Bergwacht Wolfratshausen