Roche hat im Geschäftsjahr 2025 in Deutschland entgegen dem allgemeinen Wirtschaftstrend ein starkes Wachstum verzeichnet. Das Unternehmen investierte über 700 Millionen Euro in seine deutschen Standorte und steigerte den Umsatz auf 8,9 Milliarden Euro. Der Standort Penzberg spielt global eine wichtige Rolle.
Während weite Teile der deutschen Wirtschaft stagnieren, konnte der Pharmakonzern Roche in Deutschland im Geschäftsjahr 2025 ein ermutigendes Signal setzen. Das Unternehmen investierte rund 719 Millionen Euro in den Ausbau und die Werterhaltung seiner deutschen Standorte und erreichte damit einen historischen Höchststand beim Investitionsvolumen.
Der Gesamtumsatz von Roche in Deutschland stieg um 4,7 Prozent auf rund 8,9 Milliarden Euro. Die Pharma-Sparte trug mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro (+6,3 Prozent) maßgeblich dazu bei, getragen von der hohen Nachfrage nach innovativen Therapien wie Vabysmo, Ocrevus, Evrysdi und Polivy. Die Diagnostik-Sparte hielt sich mit rund 909 Millionen Euro (-1 Prozent) nahezu auf dem starken Vorjahresniveau. Rückgänge im Geschäft mit Blutzuckerteststreifen und Gerinnungsselbstmanagement durch technologischen Wandel konnten durch solides Wachstum im Kerngeschäft kompensiert werden.
Die Lieferungen aus den deutschen Standorten in den globalen Roche-Verbund stiegen um 5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro, was die strategische Bedeutung Deutschlands als Technologie- und Produktionsknotenpunkt unterstreicht. Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte Roche in Deutschland 18.594 Mitarbeitende, ein Zuwachs von 338 Personen im Vergleich zum Vorjahr, darunter 643 Auszubildende. Laut Prognos AG hängen insgesamt rund 56.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von Roche ab.
Ein eindrucksvolles Beispiel für die Investitionen ist das am 12. Februar 2026 eröffnete Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg, in das allein 300 Millionen Euro flossen. In den Standort Penzberg wurden 2025 insgesamt 413 Millionen Euro investiert. Die Mitarbeiterzahl wuchs um etwa 200 Personen auf 7.902 (bis Ende 2025). In Penzberg werden lebenswichtige Medikamente und diagnostische Tests für Patienten auf der ganzen Welt erforscht und entwickelt. An Roches Ziel, bis spätestens 2045 weltweit klimaneutral zu sein, wird in Penzberg konzentriert mitgearbeitet: 2025 konnte eine Waldrestholzverfeuerungsanlage in Betrieb genommen werden, mit der pro Jahr fast 8.000 Tonnen CO2 eingespart werden können.
Roche bekennt sich mit diesen Investitionen klar zum Standort Deutschland und zahlt auf die Hightech-Agenda der Bundesregierung ein. Dr. Daniel Steiners, Vorstand der Roche Pharma AG, hob die strategische Bedeutung der industriellen Gesundheitswirtschaft hervor und forderte Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Kontext zu stärken, insbesondere angesichts der Reformen in den USA. Er betonte die Notwendigkeit von Planungssicherheit, beschleunigten Genehmigungsprozessen, Digitalisierung und innovationsfreundlichen Marktzugangsbedingungen.
Quelle und Bildquelle: Roche Diagnostics GmbH