Aufgrund von Dauerfrost, gefrorenen Böden und anhaltendem Schneefall sieht die Untere Jagdbehörde im Landkreis Miesbach die Voraussetzungen für eine Notzeit als erfüllt an. Nach Prüfung auf Bitte von Landrat Olaf von Löwis erfolgt ein offizieller Aufruf zur Unterstützung des Rotwilds. Die Maßnahme zielt auf eine Stabilisierung der Wildbestände unter extremen Witterungsbedingungen.
Vor allem im Süden des Landkreises herrschen derzeit schwierige Bedingungen für das Rotwild. Gefrorene Böden und hohe Schneelagen erschweren die natürliche Nahrungsaufnahme erheblich. Die Untere Jagdbehörde am Landratsamt Miesbach bewertet die Situation nach fachlicher Prüfung als außergewöhnlich. Entsprechend tritt die Regelung zur Notzeit in Kraft.
Landrat Olaf von Löwis verweist dabei auch auf die aktuellen Wetterprognosen. Diese zeigen weiterhin anhaltende Minusgrade und keine kurzfristige Entspannung der Lage. Unter diesen Voraussetzungen ist eine natürliche Verbesserung der Futterverfügbarkeit nicht zu erwarten. Die Behörden gehen daher von einer länger andauernden Belastung für das Wild aus.
Alle Verantwortlichen werden aufgerufen, das Rotwild durch geeignete Ersatzfütterung zu unterstützen. Ziel ist es, unnötiges Leiden und Bestandsverluste zu vermeiden. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres, solange die winterlichen Extrembedingungen anhalten.
Quelle: Landratsamt Miesbach
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