Die Naturschutzjugend im LBV engagiert sich für den Schutz von Schwalben und bietet kostenlose Nisthilfen an. Diese wurden von der Lenggrieser Kindergruppe „Feldmäuse“ gemeinsam mit Umweltbildner Gregor Baumert gebaut.
Die Rückkehr der Schwalben aus ihren Winterquartieren südlich der Sahara markiert jedes Jahr den Beginn des Frühlings. Diese wendigen Flugkünstler, die ihre Nahrung ausschließlich im Flug fangen, sind Kulturfolger und bauen ihre Nester gern an oder in Gebäuden. Mehlschwalben bevorzugen Nistplätze an Hauswänden, während Rauchschwalben Nester in warmen Innenräumen mögen.
Schwalben haben es zunehmend schwerer, da sie bei Neubauten und Renovierungen oft ihre Brutplätze verlieren, obwohl ihre Nester nach dem Bundesnaturschutzgesetz nicht entfernt werden dürfen. Zudem ist die Zahl der Insekten rückläufig, was die Nahrungssuche erschwert. Auch ungünstige Wetterverhältnisse setzen den Vögeln zu. Die Schwalbenbestände in Bayern sind gesunken, und die Mehlschwalbe gilt mittlerweile als gefährdete Art.
Die Lenggrieser Kindergruppe „Feldmäuse“ von der Naturschutzjugend im LBV setzt sich für die Artenvielfalt ein. Die zehn Jungen und Mädchen im Alter von acht bis elf Jahren haben kürzlich im Hof der Zimmerei von Klaus Hanus in Lenggries-Fleck gemeinsam mit dem Umweltbildner Gregor Baumert Schwalbennisthilfen gebaut. Dabei formten sie aus Sägespänen, Gips und Farbpigment verschiedene Nistmulden auf kleinen Holzbrettern, die die Schwalben beziehen und weiter ausgestalten können.
Wer Schwalben an oder in seinem Gebäude brüten hat oder neue Schwalben anlocken möchte, kann sich an Walter Wintersberger vom LBV wenden. Er ist unter walter.wintersberger@lbv.de erreichbar und stellt kostenlose Nisthilfen sowie Tipps zur Anbringung zur Verfügung.
Quelle und Bildquelle: Naturschutzjugend im LBV
Foto: Dr. Olaf Broders