Messerangriff bei „Blauliachd-Party“ in Egling: Mehrere Verletzte

Bei einer „Blauliachd-Party“ in Egling kam es am 18. Juli gegen 23:45 Uhr zu einem Messerangriff, bei dem insgesamt acht Personen verletzt wurden. Die Polizeiinspektion Wolfratshausen ermittelt, der Täter ist weiterhin flüchtig.

Die Polizeiinspektion Wolfratshausen erhielt am 18. Juli gegen 23:45 Uhr Meldungen über einen Messerangriff auf der „Blauliachd-Party“ in Egling. Der Sicherheitsdienst und die Integrierte Leitstelle Oberland forderten umgehend Rettungs- und Polizeikräfte an.

Erste Meldungen sprachen von einer Person mit einer erheblichen arteriellen Schnittverletzung am rechten Unterarm und zwei weiteren Verletzten durch eine Schlägerei. Bei Eintreffen der ersten Streifen war die Situation nach Polizeiangaben unübersichtlich und die Stimmung aufgeheizt.

Ein 24-jähriger Österreicher, der sich mit einem 16-jährigen österreichischen Freund in Richtung Ausgang bewegte, wurde nach seinen Angaben unvermittelt durch einen Schlag gegen den Kopf zu Boden gebracht. Er beobachtete, wie der Täter anschließend seinen 16-jährigen Freund schwer am rechten Unterarm verletzte. Im weiteren Verlauf kam es zu Körperverletzungen gegen weitere Besucher. Der Täter flüchtete in unbekannte Richtung.

Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen vor Ort und der kontrollierten Auflösung der Veranstaltung mit rund 700 Personen konnte der Täter bisher nicht gefasst werden. Das vorhandene Videomaterial wird derzeit ausgewertet. Zeugen, die Video- oder Fotoaufnahmen besitzen oder sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Wolfratshausen unter der Telefonnummer 08171/42110 zu melden.

Insgesamt wurden acht Personen aufgrund mehrfacher und teils gefährlicher Körperverletzungen medizinisch versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Prüfung, ob eine schwere Körperverletzung vorliegt, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Bei der Auflösung der Veranstaltung kam es zu mehreren Fesselungen und Gewahrsamnahmen, wobei auch unmittelbarer Zwang angewendet werden musste.

Vor Ort waren fünf Rettungswägen, zwei Notärzte, ein Einsatzleiter Rettungsdienst, die Feuerwehr Egling mit 15 Kräften zur Ausleuchtung und Verkehrslenkung, ein Rettungshubschrauber, eine polizeiliche Drohne sowie rund 60 Polizeieinsatzkräfte, darunter auch ein Zug des USK des Polizeipräsidiums München.

Quelle: Polizeiinspektion Wolfratshausen

Bild: KI Symbolbild