Die Hebammenversorgung am Klinikum Starnberg wird weiter gestärkt. Für das Jahr 2025 hat der Landkreis Starnberg rund 72.000 Euro aus dem Zukunftsprogramm Geburtshilfe des Bayerischen Gesundheitsministeriums erhalten. Zusammen mit dem vorgeschriebenen Eigenanteil des Landkreises stehen dem Klinikum damit insgesamt 80.292,58 Euro zur Verfügung.
Auch für 2026 liegt inzwischen ein Förderbescheid vor. Damit kann das Klinikum erneut mit einer Förderung im hohen fünfstelligen Bereich rechnen.
Ein großer Teil der Mittel aus dem vergangenen Jahr wurde für eine Medizinische Fachangestellte eingesetzt. Sie unterstützt die Hebammen im Kreißsaal unter anderem bei Telefonaten, der Terminvergabe und Verwaltungsaufgaben. Außerdem bietet sie eine eigene Sprechstunde zur Stillvorbereitung an.
Weitere Fördermittel flossen in Fortbildungen und Teambuilding für das geburtshilfliche Team sowie in eine Ambulanz für Familien, die nach der Geburt keine eigene Nachsorgehebamme finden.
„Wenn im Kreißsaal viel los ist, geht erstaunlich viel Zeit für Dinge drauf, die nichts mit der Frau zu tun haben, die gerade Wehen hat. Jede Stunde, die wir da zurückgewinnen, verbringen wir bei ihr“, sagt Patrizia Paukert, leitende Hebamme am Klinikum Starnberg.
Landrat Stefan Frey betont die Bedeutung der Förderung für die Region. Die Starnberger Kliniken gehörten zu den größten Geburtskliniken Bayerns und übernähmen damit auch eine wichtige Versorgungsfunktion für Regionen, in denen es kein entsprechendes Angebot mehr gebe.
Die Höhe der Förderung richtet sich unter anderem nach der Zahl der Geburten. Im vergangenen Jahr begleiteten die Hebammen am Klinikum Starnberg 2.474 Geburten. Die Fördermittel sind zweckgebunden und müssen für Maßnahmen zur Stärkung der geburtshilflichen Hebammenversorgung eingesetzt werden.
Quelle: Landratsamt Starnberg
Foto: Symbolbild