Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen haben zum Ausbildungsstart 291 Jugendliche eine IHK-Ausbildung begonnen. Das sind 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr – gleichzeitig bleiben noch 228 Ausbildungsplätze unbesetzt.
Nach Angaben der IHK für München und Oberbayern ist die Lage für Betriebe trotzdem schwierig. In einer Umfrage berichtet etwa jeder zweite Ausbildungsbetrieb von offenen Stellen. Als Hauptproblem nennen die Unternehmen fehlende oder nicht passende Bewerbungen. 94 Prozent sehen bei Bewerbern Defizite bei wichtigen Voraussetzungen. Besonders genannt werden Belastbarkeit, Disziplin, Einsatzbereitschaft und Engagement. Gefragt sind dagegen unter anderem gute Englischkenntnisse, Teamfähigkeit sowie sicherer Umgang mit IT und digitalen Medien. Die wirtschaftliche Unsicherheit macht die Situation vor allem in der Industrie zusätzlich schwierig.
Im Landkreis gibt es 208 IHK-Ausbildungsbetriebe und mehr als 200 verschiedene Ausbildungsberufe. Besonders häufig gewählt werden Einzelhandelskaufleute, Industriemechaniker und Verkäufer. Bei den beliebtesten Berufen liegt der Industriemechaniker bei den Männern vorne, bei den Frauen die Bankkauffrau. Die IHK rechnet außerdem damit, dass auch im September und Oktober noch Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Den aktuell 228 freien Stellen stehen 71 Jugendliche gegenüber, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.
Quelle: IHK für München und Oberbayern (Symbolbild)