Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) warnt eindringlich vor dem Konsum von Vapes, die mit synthetischen Opioiden wie Etodezitramid versetzt sind. Innerhalb eines Monats wurden in Bayern zwei Todesfälle und ein Fall mit zwei Intoxikationen in diesem Zusammenhang bekannt.
Das Bayerische Landeskriminalamt hat eine Warnmeldung herausgegeben, in der es vor dem Konsum von Vapes (Vaporizer, E-Zigaretten) warnt, die mit synthetischen Opioiden versetzt sind. Insbesondere wird auf Etodezitramid hingewiesen.
Demnach wurden in den Regionen Oberbayern und Oberpfalz innerhalb von weniger als einem Monat zwei Todesfälle und ein Fall mit zwei Intoxikationen, davon eine mit lebensbedrohlichen Folgen, im Zusammenhang mit dem Konsum solcher Vapes bekannt. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass die Vapes unter anderem mit dem synthetischen Opioid Etodezitramid versetzt waren.
Sowohl die beiden Verstorbenen als auch die beiden Vergiftungsfälle hatten Etodezitramid zusammen mit anderen psychoaktiven Stoffen gemischt und über eine Vape konsumiert. Einer der Konsumenten musste reanimiert werden.
Etodezitramid ist ein synthetisches Opioid aus der Gruppe der sogenannten Orphine. Diese gelten als potenzielle Nachfolger der Nitazene im Markt für neue synthetische Opioide. Sie werden häufig, aus China kommend, als sogenannte „Forschungschemikalien“ (Research Chemicals) angeboten. Diese synthetischen Opioide zeichnen sich durch eine den Fentanylen und Nitazenen ähnlich hohe Potenz aus und stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Konsumenten dar.
Das LKA betont, dass bei gleichzeitigem Konsum anderweitiger dämpfender Stoffe wie Benzodiazepinen, GBL, Alkohol oder generell anderen psychoaktiven Stoffen die Wechselwirkungen aufgrund der erhöhten Gefahr einer Atemdepression unkalkulierbar sind.
Es gibt noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber, in welcher Konzentration welche Wirkung bei diesen Chemikalien erzeugt wird. Bereits geringe Überdosierungen können zu schweren gesundheitlichen Folgen bis zum Tod führen.
Quelle: Bayerisches Landeskriminalamt