Mit Unterstützung des EU-Förderprogramms LEADER wird in Weyarn ein innovatives Umweltbildungsprojekt umgesetzt, das erneuerbare Energien, Stromspeicherung und Trinkwasserbewusstsein miteinander verknüpft. Ziel ist es, die Zusammenhänge einer nachhaltigen Energie- und Wasserversorgung anschaulich zu vermitteln. Das Projekt richtet sich an die Bevölkerung sowie an Schulen in der Region.
Träger des Vorhabens ist das Kommunalunternehmen Gemeindewerke Weyarn. Geplant ist der Aufbau einer starkwindfähigen Kleinwindanlage in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und Batteriespeichern. Die Anlagen werden so konzipiert, dass das Zusammenspiel verschiedener regenerativer Energiequellen sichtbar und verständlich dargestellt wird. Ein Bildschirm soll die Energieerzeugung öffentlich visualisieren.
Zentraler Lernort des Projekts ist die kommunale Wasserversorgung. Sie steht im Fokus, weil alle Gemeindebürger unmittelbar davon betroffen sind und das Thema im Alltag hohe Relevanz besitzt. Über angeschlossene Wasserversorgungsvereine wirkt das Projekt auch in die Nachbargemeinde Irschenberg hinein. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung von Wasserverbrauch, Abwasseraufkommen und Energiebedarf.
Das Projekt soll aufzeigen, dass ein hoher Trinkwasserverbrauch auch einen erhöhten Energieeinsatz für Förderung, Speicherung und Aufbereitung erfordert. Gleichzeitig wird verdeutlicht, dass ein bewusster Umgang mit Wasser aktiv zum Klima- und Ressourcenschutz beiträgt. Durch die LEADER-Förderung lassen sich wirtschaftliche Risiken für Gebührenzahler reduzieren und neue technische Lösungen erproben. Die Förderung beträgt 39.104,28 Euro und deckt 30 Prozent der förderfähigen Kosten ab.
Quelle: Gemeinde Weyarn
Bild (v.l.): Bürgermeister Leonhard Wöhr, Techn. Vorstand des KU Gemeindewerke Weyarn Christl Altenweger, LAG-Vorsitzender Michael Pelzer und LAG-Manager Michael Stacheter (Foto: REO)