Kripo durchsucht Wohnungen nach Verdacht politisch motivierter Straftaten

Nach dem Verdacht einer fremdenfeindlichen Beleidigung an einer weiterführenden Schule in Holzkirchen ermittelt die Kriminalpolizei Rosenheim gegen mehrere Tatverdächtige. Am heutigen Mittwoch durchsuchten Einsatzkräfte mehrere Wohnungen in den Landkreisen München und Miesbach.

Nach Angaben der Polizei teilten Erziehungsberechtigte am Donnerstag, den 2. Juli 2026, über eine Dienststelle des Polizeipräsidiums München mit, dass ihr jugendlicher Sohn an einer weiterführenden Schule in Holzkirchen von Mitschülern aufgrund seiner Hautfarbe beleidigt worden sein soll.

Zunächst übernahm die Polizeiinspektion Holzkirchen die Ermittlungen. Im Zuge der Untersuchungen ergaben sich Hinweise auf weitere Straftaten im Bereich der politisch motivierten Kriminalität -rechts-. Nachdem sich Verdachtsmomente gegen mehrere Schüler erhärtet hatten, übernahm das Fachkommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die weiteren Ermittlungen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II erließ das Amtsgericht München mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. Am heutigen Mittwoch vollzogen Einsatzkräfte der Polizeipräsidien München und Oberbayern Süd die Beschlüsse in den Landkreisen München und Miesbach. Zudem stand aus dem Polizeipräsidium Schwaben Nord ein Diensthundeführer mit Diensthund zur Verfügung.

Bei den Maßnahmen wurden bei sieben Tatverdächtigen im Alter von 15 und 17 Jahren umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter elektronische Geräte, Mobiltelefone und Speichermedien. Diese müssen nun von IT-Forensikern ausgelesen und ausgewertet werden.

Die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim setzt die Ermittlungen insbesondere wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie weiterer Verstöße fort.

Quelle: Polizei
Foto: Symboilbild