Kreisklinik Wolfratshausen startet Televisite mit LMU München

Die Kreisklinik Wolfratshausen hat im Januar 2026 eine telemedizinische Zusammenarbeit mit dem Zentrum für IntensivMedizin München (ZIMMLMU) des LMU Klinikums aufgenommen. Dies ermöglicht den Zugang zu hochspezialisierter universitärer Intensivmedizin direkt vor Ort und minimiert risikoreiche Verlegungen.

Seit Januar 2026 ist in der Kreisklinik Wolfratshausen eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum für IntensivMedizin München (ZIMMLMU) des LMU Klinikums mittels Telemedizin möglich. Dieser Schritt wird als wegweisend für die medizinische Versorgung in der Region Wolfratshausen betrachtet.

Die Kreisklinik Wolfratshausen ist nun die dritte Klinik einer niedrigeren Versorgungsstufe, die als Netzwerkpartnerklinik des ZIMMLMU gezielt unterstützt wird. Ziel dieser Kooperation ist die fachübergreifende Bündelung intensivmedizinischer Expertise, die digital, effizient und patientennah zur Verfügung gestellt wird.

Regelmäßige wöchentliche Televisiten-Termine finden seit Anfang 2026 statt. Hierbei werden Patientinnen und Patienten vorgestellt, die die höchste intensivmedizinische Expertise benötigen. Zusätzlich sind On-Demand-Termine für Notfallsituationen vorgesehen, um auch in akuten Fällen schnell auf universitäres Know-how zurückgreifen zu können.

Patientinnen und Patienten profitieren davon, wohnortnah in der Kreisklinik Wolfratshausen behandelt zu werden und gleichzeitig von der universitären Spitzenmedizin der LMU München zu profitieren. Risikoreiche Verlegungen nach München sollen minimiert werden. Sollten spezielle Interventionen wie Herzkatheter, neuroradiologische Interventionen oder neurochirurgische Operationen notwendig sein, können diese schnell und unkompliziert durchgeführt werden.

Dr. med. Daniel Siegl, Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin an der Kreisklinik Wolfratshausen, betont, dass die Televisite universitäre Spitzenmedizin mit wohnortnaher Versorgung verbindet und eine bidirektionale Zusammenarbeit auf Augenhöhe sowie eine Behandlung auf höchstem Niveau ermöglicht. Er hebt hervor, dass das Konzept effizient und ressourcenschonend ist, da der kontinuierliche Wissensaustausch dazu führt, dass beide Kliniken den Behandlungs- und Fortschrittsprozess kennen.

Die Kreisklinik Wolfratshausen ist bereits seit vielen Jahren Lehrkrankenhaus der LMU München. Mit der Televisite wird diese Zusammenarbeit vertieft. Dr. Siegl, der vor seinem Wechsel an die Kreisklinik Wolfratshausen Ende 2024 19 Jahre am LMU Klinikum tätig war, sieht diesen Schritt als wichtig für eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung an, insbesondere in Zeiten steigender medizinischer Komplexität, Fachkräftemangels und wachsender Anforderungen.

Zukünftig soll die intensivmedizinische Televisite in den Regelterminen durch die Einbindung weiterer Fachdisziplinen wie Herzchirurgie oder Neurochirurgie ergänzt werden. Dies soll neue Möglichkeiten einer qualitätsgesicherten Versorgung in hochspezialisierten Bereichen eröffnen, in denen die Expertise vor Ort begrenzt ist.

Quelle und Bildquelle: Kreisklinik Wolfratshausen
Foto: In der Kreisklinik Wolfratshausen ist seit Januar 2026 die virtuelle Zusammenarbeit mit dem Zentrum für IntensivMedizin München (ZIMMLMU) des LMU Klinikums möglich. © af-foto.de