Im Klosterland Benediktbeuern sollen weitere Wald- und Grünlandflächen wiedervernässt werden. Das Naturschutzzentrum ZUK e.V. plant für die Herbst- und Wintermonate 2026/27 sowie 2027/28 entsprechende Renaturierungsmaßnahmen auf sechs Teilflächen mit insgesamt rund 45 Hektar.
Die Maßnahme soll gleichzeitig dem Klimaschutz und der Klimaanpassung dienen. Moore können bei Starkregen große Mengen Wasser aufnehmen und während Trockenperioden in der Landschaft halten. Dadurch können sie dazu beitragen, die Auswirkungen zunehmender Wetterextreme abzumildern.
Auf den wiedervernässten Flächen soll der erhöhte Wasserstand den Torfboden erhalten und damit auch dessen Fähigkeit zur Wasserspeicherung stärken. Gleichzeitig können Regenwasserabflüsse verlangsamt, die Grundwasserbildung unterstützt und gleichmäßigere Abflüsse in den Vorflutern erreicht werden.
Auch für den Klimaschutz haben die Flächen Bedeutung: Nach Angaben des Naturschutzzentrums könnten auf den 45 Hektar jährlich rund 600 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente im Moorboden zurückgehalten werden, die ansonsten in die Atmosphäre entweichen könnten.
Von der Wiedervernässung soll außerdem die Artenvielfalt profitieren. Angepasste Pflanzen wie Torfmoose und seltenere Tierarten wie die Sumpfschrecke finden in den feuchten Wald- und Grünlandbereichen geeignete Lebensräume.
Finanziell ermöglicht wird die geplante Renaturierung durch das Moorschutzprogramm des Bayerischen Umweltministeriums.
Auf dem Klosterland Benediktbeuern sind bereits rund 60 Hektar wiedervernässt worden. Mit den nun geplanten Maßnahmen soll der Moorschutz in der Region weiter ausgebaut werden.
Quelle: Don Bosco Kloster Benediktbeuern
Foto: Symbolbild