Geschichtswerkstatt Miesbach erinnert an NS-Opfer und plant Ausstellung

Die Geschichtswerkstatt Miesbach, gegründet im Oktober 2023, widmet sich der Erforschung der NS-Geschichte Miesbachs und der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Kürzlich legten Mitglieder einen Kranz am Mahnmal im Waitzinger Park nieder und planen eine Ausstellung sowie eine Publikation.

Seit ihrer Gründung im Oktober 2023 hat sich die Geschichtswerkstatt Miesbach das Ziel gesetzt, die Geschichte Miesbachs während der NS-Zeit zu erforschen und an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Im Rahmen dieser Bemühungen legten Mitglieder der Geschichtswerkstatt einen Kranz am Mahnmal im Waitzinger Park nieder.

Die Kranzniederlegung erinnerte an 28 Männer aus dem Landkreis Miesbach, die zunächst im Miesbacher Gefängnis inhaftiert und anschließend am 11. April 1933 in das kurz zuvor von Heinrich Himmler eröffnete KZ Dachau deportiert wurden. Weitere 26 Männer wurden am 6. Mai 1933 ebenfalls nach Dachau verschleppt.

Aktuell konzipiert die Geschichtswerkstatt Miesbach gemeinsam mit Schülern des Gymnasiums Miesbach eine Ausstellung über die ersten Deportationen aus dem Landkreis. Die Forschungsergebnisse sollen zudem in einer Publikation festgehalten werden. Die Mitglieder der Geschichtswerkstatt sind an allen Informationen rund um die Ereignisse im Landkreis Miesbach während des April und Mai 1933 interessiert.

Die Listen mit den Namen der deportierten Männer sind unter folgenden Links zu finden:
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/9908431
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/9908635
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/9908635

Wer dazu Kenntnisse hat, wird gebeten, sich unter info@geschichtswerkstatt-miesbach.de zu melden.

Quelle und Bildquelle: Geschichtswerkstatt Miesbach / Lisa Hilbich
Foto: (v.l.) Reinhard Tschech, Lisa Hilbich, Beate Kunz, Hermann Kraus