IG BAU Oberbayern: Gebäudereiniger verdienen mehr

Die Bezahlung für Reinigungskräfte hat sich verbessert: Ab Januar ist ein höherer Branchen-Mindestlohn in Kraft getreten. Davon profitieren im Alpenwelle-Land mehrere Hundert Beschäftigte in der Gebäudereinigung.

Im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen arbeiten rund 330 Reinigungskräfte in 34 Unternehmen. Im Landkreis Miesbach sind es etwa 450 Beschäftigte in 40 Betrieben. Sie sorgen für Sauberkeit in Büros, Schulen und Krankenhäusern. Der Stundenlohn für die Innenreinigung liegt nun bei mindestens 15 Euro.

Für die Außenreinigung von Fassaden und Fenstern gilt ein noch höherer Mindestlohn von 18,40 Euro pro Stunde. Die IG BAU Oberbayern teilte mit, dass diese Lohnuntergrenzen für alle Betriebe verbindlich seien. Die Beschäftigtenzahlen stammen nach Angaben der Gewerkschaft von der Arbeitsagentur.

Die neuen Mindestlöhne sollen den Beruf spürbar aufwerten. Auch eine Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk lohnt sich laut IG BAU: Auszubildende starten mit 1.000 Euro im Monat und erreichen im dritten Ausbildungsjahr 1.300 Euro. Die IG BAU spricht von einer deutlich faireren Bezahlung für einen wichtigen und körperlich anspruchsvollen Job.


Quelle und Bildquelle: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Oberbayern