Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat den Innovationswettbewerb „Aus LEER wird MEHR – Innovationspreis Wohnen in ländlichen Räumen“ für das Jahr 2026 organisiert. Heute ist der Einsendeschluss.
Ziel ist es, herausragende Projekte zur Reaktivierung von Leerstand für Wohnzwecke zu würdigen und Impulse für ländliche Räume zu setzen.
Nach einer erfolgreichen Erstauflage im Jahr 2025 wird der Bundeswettbewerb „Aus LEER wird MEHR“ fortgesetzt. Er soll sichtbare Beispiele für die Nutzung ungenutzter Gebäude als wertvolle Ressource für Wohnraum und Ortsentwicklung schaffen. Die zweite Wettbewerbsrunde zielt darauf ab, erfolgreiche Ansätze bundesweit bekannt zu machen und andere Regionen, Kommunen sowie Akteure zur Nachahmung und Weiterentwicklung anzuregen.
Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Verena Hubertz, betonte die Bedeutung des Wettbewerbs: „Leerstand ist kein Problem von gestern, sondern eine Chance für morgen. In unseren Städten und Dörfern liegen tausende Gebäude, die nur darauf warten, wieder mit Leben gefüllt zu werden, statt neue Flächen zu versiegeln. Wenn aus leeren Häusern wieder Wohnungen, Treffpunkte und Nachbarschaften werden, entsteht Zukunft im Bestand. Der Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in unseren Kommunen, Initiativen und bei Eigentümerinnen und Eigentümern steckt.“
Der Wettbewerb konzentriert sich in diesem Jahr auf folgende Schwerpunkte des Wohnens in ländlichen Räumen:
* Strategien von Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften und kommunalen Akteuren im Umgang mit Leerstand in mehreren Wohngebäuden, die in einem Stadtgebiet oder auch in verschiedenen Gebieten/Ortsteilen liegen. * Innovative Konzepte für neue Wohnformen, insbesondere seniorengerechte, gemeinschaftliche und generationsübergreifende Wohnprojekte. * Zivilgesellschaftliches Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen und Vereinen zur Aktivierung von Leerstand für Wohnnutzung.
Gesucht werden realisierte Projekte, Strategien und Konzepte, die aufzeigen, wie leerstehende Gebäude – vom ehemaligen Bauernhof über Bahnhofsgebäude bis hin zu Wohn- oder Gewerbeimmobilien – erfolgreich zu Wohnraum wiederbelebt werden können.
Teilnahmeberechtigt sind Kommunen, Landkreise, Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, soziale und kirchliche Träger, zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Privatpersonen. Eine direkte Beteiligung am Projekt und die Zustimmung der Eigentümerin oder des Eigentümers sind Voraussetzungen für die Teilnahme.
Die drei bestbewerteten Projekte werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung Ende des Jahres bzw. Anfang des Jahres 2027 ausgezeichnet. Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von 1.500 Euro sowie ein professionell produziertes Imagevideo zur eigenen Nutzung.
Alle eingereichten und ausgezeichneten Beiträge werden auf dem Onlineportal Potenzial-Leerstand veröffentlicht und dienen dort als Inspiration für Kommunen und Projektträger. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Teilnahmebedingungen sind verfügbar.
Quelle: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)
Foto: Symbolbild