Callcenterbetrug im südlichen Oberbayern: über eine Million Schaden

Im vierten Quartal 2025 verzeichnete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd erneut zahlreiche betrügerische Anrufe. Mehrere Betroffene übergaben dabei Bargeld und Wertgegenstände an Täter, während andere Betrugsversuche erfolgreich verhindert wurden.

Zwischen Oktober und Dezember erreichten viele Bürgerinnen und Bürger im südlichen Oberbayern sogenannte Schockanrufe und Anrufe falscher Polizeibeamter. Besonders ältere Menschen waren betroffen und gaben Schmuck oder Ersparnisse heraus. Wenige Tage vor Weihnachten übergab ein 95-Jähriger im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Bargeld im Wert von knapp 60.000 Euro an einen unbekannten Abholer.

Insgesamt registrierte die Polizei mehr als ein Dutzend vollendete Taten mit einem Schaden von über einer Million Euro. In mehreren Fällen verhinderten potenzielle Opfer gemeinsam mit Banken die Übergabe von Geld. Dabei gelang es der Polizei auch, tatverdächtige Abholer festzunehmen.

Weil damit zu rechnen ist, dass Betrüger auch weiterhin versuchen werden, auch im südlichen Oberbayern Beute zu machen, warnt die Kriminalpolizei und gibt Verhaltenstipps:

Sprechen Sie die Thematik Enkeltrick und Schockanrufe in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis an und sensibilisieren Sie Ihre Angehörigen zur Vorsicht in höchstem Maße!

Übergeben Sie NIEMALS Bargeld oder Wertgegenstände an Ihrer Wohnadresse oder im öffentlichen Bereich an Ihnen unbekannte Personen!

Die Polizei sowie andere Ermittlungsbehörden würden Sie NIEMALS am Telefon zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenstände auffordern! Legen Sie sofort auf und kontaktieren Sie den Polizeinotruf „110“!

Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd