Die Bergwacht Rottach-Egern blickt auf vier arbeitsreiche Tage von Donnerstag bis Sonntag zurück, in denen sie bei insgesamt zehn Notfällen im Tegernseer Tal gefordert war. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte waren bei medizinischen Notfällen, Bergrettungen und Hubschraubereinsätzen im Einsatz.
Bereits am Donnerstag musste die Bergwacht zweimal am Wallberg ausrücken. Zunächst wurde einer älteren Wanderin mit Kreislaufproblemen geholfen, gefolgt von der Versorgung und dem Transport einer Person mit Knieverletzung.
Am Freitag erfolgte ein Einsatz am Hirschberg im Bereich Gründ, wo eine Wanderin mit einer ausgekugelten Schulter versorgt werden musste. Mit Unterstützung des Rettungshubschraubers Heli 3 und einem Notarzt konnte die Schulter vor Ort reponiert und die Patientin anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der Samstag war ebenfalls einsatzreich. Am Vormittag stürzte eine 32-jährige Rennradfahrerin nahe der Mautstraße Valepp und zog sich eine Schlüsselbeinfraktur zu, wobei Heli 3 erneut unterstützte. Am Abend wurde die Bergwacht erneut zum Wallberg alarmiert, um eine 29-jährige Frau aus München mit starken Knieschmerzen nach dem Johannisfeuer zu versorgen.
Der Sonntag begann mit dem Sanitätsdienst beim Tegernsee-Marsch, den die Bergwacht Rottach gemeinsam mit dem BRK und dem Veranstalter sicherstellte. Trotz hoher Teilnehmerzahl und sommerlicher Temperaturen blieben größere medizinische Zwischenfälle aus.
Dennoch kam es zu weiteren Einsätzen: Ein Drachenflieger zog sich in Bad Wiessee (an den Bucherhängen) eine Kopfverletzung zu und wurde mit Christoph Murnau und einem Bergwacht-Notarzt erstversorgt und in ein Krankenhaus geflogen. Kurz darauf verletzte sich eine junge Urlauberin aus Frankreich am Sprunggelenk. Eine blockierte Seilschaft am Leonhardstein, die vom Wetter überrascht wurde, musste mithilfe der Luftretter der Bergwacht und des Hubschraubers Christoph Murnau per Winde gerettet werden. Ein vermeintlicher Gleitschirmabsturz stellte sich als Fehleinsatz heraus.
Der Sonntagabend endete mit der Rettung einer verstiegenen Person zwischen der Kleinen Wolfsschlucht und der Blaubergschneid auf rund 1.500 Metern Höhe in absturzgefährdetem Gelände. Hierbei unterstützten die Bergrettung Achenkirch, die Bergwacht Bad Tölz mit dem Tankanhänger und die Feuerwehr Kreuth, die den Landeplatz für den aus Reutte in Tirol herbeigeholten Rettungshubschrauber ausleuchtete. Der für Nachtflüge ausgerüstete RK2 lokalisierte die Person und barg sie mittels Windenrettung.
Die Bergwacht Rottach-Egern hob die hervorragende Zusammenarbeit mit den Hubschrauberbesatzungen, Notärzten, benachbarten Bergwachten und weiteren Rettungsorganisationen hervor, die die erfolgreiche Abwicklung aller Einsätze ermöglichte.
Quelle und Bildquelle: Bergwacht Rottach-Egern