Bayerische Städtebauförderung: Auch Alpenwelle-Land profitiert

Der Freistaat Bayern unterstützt im Jahr 2026 insgesamt 53 Städte, Märkte und Gemeinden in Oberbayern mit über 11 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm. Die Mittel sollen soziale Infrastruktur, Klimaanpassung und die Schaffung von Wohnraum fördern.

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter betonte, dass die Bayerische Städtebauförderung zielgerichtet dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Dies ermögliche auch finanzschwachen Gemeinden, in ihre Infrastruktur zu investieren und somit attraktive Lebens- und Arbeitsorte zu schaffen. Laut Minister Bernreiter stärkt die Förderung den gesellschaftlichen Zusammenhalt und dient als Stabilitätsanker.

Im Jahr 2026 stellt der Freistaat Bayern im Landesprogramm der Städtebauförderung rund 58 Millionen Euro bereit. Damit werden bayernspezifische Schwerpunkte gesetzt, die die Bund-Länder-Städtebauförderung ergänzen.

Ein besonderes Anliegen des Ministers ist die unbürokratische Unterstützung kleinerer Gemeinden im ländlichen Raum, in die die meisten Mittel fließen. Diese sollen dauerhaft für die Bürger attraktiv bleiben. Die Unterstützung umfasst beispielsweise Maßnahmen zur Anpassung des öffentlichen Raums an die Folgen des Klimawandels, wie Hitze und Starkregen, um die Gesundheit von Menschen zu schützen.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Schaffung von kostengünstigem Wohnraum. Die Förderinitiative „Leerstand nutzen – Lebensraum schaffen“, die vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde, ermöglicht es heute allen, die in leerstehenden Gebäuden neue bezahlbare Wohnungen schaffen, von hervorragenden Förderkonditionen zu profitieren. Minister Bernreiter fasste zusammen: „Unsere Förderung ist am Puls der Zeit!“ und „Unsere Förderprogramme sind am Puls der Zeit!“

Die für 2026 geplanten Maßnahmen zur Belebung bayerischer Innenstädte und Ortskerne sind vielfältig. Die Gemeinde Winhöring saniert mit Fördermitteln das denkmalgeschützte Lechneranwesen, um es als Vereins- und Veranstaltungsort aufzuwerten. Ein neuer Veranstaltungssaal mit Foyer ist Kern der Maßnahme. Die angrenzenden Freiflächen zwischen dem Lechneranwesen und dem Rathaus werden neu geordnet und als öffentliche Grün- und Aufenthaltsbereiche mit Spiel- und Ruhebereichen, barrierefreien Zugängen und Stellplätzen gestaltet.

Im Landkreis Miesbach profitieren Holzkirchen (60.000 Euro für das Ortszentrum), Fischbachau (160.000 Euro für den Ortskern) und Schliersee (30.000 Euro für die Erweiterung des Ortskerns). Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen profitieren Geretsried (30.000 Euro für Geretsried SüdWest) und Kochel am See (90.000 Euro für die Ortsmitte-Achse Uferpromenade).

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr