Der CSU-Landtagsabgeordnete Thomas W. Holz fordert von der Deutschen Bahn schnelle und konkrete Verbesserungen im Bahnverkehr im Oberland. Nach zahlreichen Ausfällen, Sperrungen und Problemen mit Ersatzbussen will er von der Konzernspitze Antworten zu Ursachen, Investitionen und Zeitplänen.
Die Probleme im Bahnverkehr des Oberlands reißen aus Sicht von Thomas W. Holz nicht ab. Der Landtagsabgeordnete hat sich deshalb direkt an die Führung der Deutschen Bahn gewandt und fordert konkrete Konsequenzen.
Besonders kritisiert Holz einen Vorfall auf der S7 zwischen München und Wolfratshausen. Trotz einer länger angekündigten Streckensperrung zwischen Icking und Wolfratshausen sollen am Mittwochabend rund 200 Fahrgäste in Icking auf Ersatzbusse gewartet haben. Nach Angaben des Abgeordneten kamen die angekündigten Busse teilweise über zwei Stunden nicht.
Auch auf anderen Strecken sieht Holz erhebliche Probleme. Er nennt in seinem Schreiben unter anderem die Werdenfelsbahn, die Kochelseebahn sowie die Verbindung Murnau–Oberammergau. Dort kam es zuletzt zu Sperrungen, Verspätungen und Schwierigkeiten beim Schienenersatzverkehr.
Holz betont, dass notwendige Sperrungen aus Sicherheitsgründen selbstverständlich seien. Er stellt aber die Frage, warum die Infrastruktur bei sommerlichen Temperaturen so anfällig sei und weshalb es wiederholt Probleme mit Ersatzverkehren gebe.
Besonders in der touristischen Hochsaison sei ein zuverlässiger Bahnverkehr wichtig. Ausfälle und Verzögerungen träfen nicht nur Pendler und Einheimische, sondern könnten auch den Tourismus und damit Gastgeber, Gastronomie und Einzelhandel belasten.
In seinem Schreiben verlangt Holz unter anderem Auskunft über die Ursachen der aktuellen Störungen, geplante Investitionen und konkrete Zeitpläne. Die Bahn müsse das Oberland bei Infrastruktur, Fahrzeugen, Wartung und Störungsmanagement stärker berücksichtigen, fordert der Abgeordnete.
Quelle: Stimmkreisbüro Thomas W. Holz, MdL (Symbolbild)