Bäcker-Azubis bekommen mehr Geld

Auszubildende in Bäckereien erhalten ab März eine höhere Vergütung. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat auf eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 50 Euro pro Monat hingewiesen, die das Bäckerhandwerk für den Nachwuchs attraktiver machen soll.

Die Ausbildungsvergütung für Bäcker-Azubis wird ab März um 50 Euro pro Monat erhöht. Dies betrifft sowohl angehende Bäcker als auch Auszubildende im Verkauf am Bäckereitresen.

Manuel Halbmeier von der NGG Rosenheim-Oberbayern erklärte die neuen Sätze: „Wer seine Ausbildung anfängt, geht mit 1.070 Euro im Monat nach Hause. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es 1.140 Euro. Und im dritten bekommt der Bäckerei-Nachwuchs sogar 1.280 Euro.“

Laut NGG ist die neue Ausbildungsvergütung ein „Lockruf der Bäckereien“ und bietet dem Handwerk eine wichtige Perspektive. Junge Menschen sollen so motiviert werden, sich für das Lebensmittelhandwerk zu entscheiden. Die Ausbildung werde damit deutlich attraktiver, sowohl für diejenigen, die Backwaren herstellen, als auch für die, die in den Bäckereien und deren Filialen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (45 Bäckereien) und im Landkreis Miesbach (47 Bäckereien) an der Ladentheke beraten.

Die NGG hat sich nach eigenen Angaben am Tariftisch für diese Erhöhung stark gemacht. Der Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich und gilt somit für alle Auszubildenden im Bäckerhandwerk in den Kreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach.

Aktuell gibt es in den Bäckereien im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen 16 Azubis, was laut NGG 27 weniger sind als vor zehn Jahren. Im Landkreis Miesbach sind es 31 Azubis. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Weitere Informationen für Beschäftigte sind unter der Bäcker-Hotline der NGG unter www.ngg.net/baecker-hotline verfügbar.

Quelle: NGG
Bildquelle: NGG / Tobias Seifert