Die FDP wird nicht zur Kreistagswahl sowie nicht zur Stadtrats- und Gemeinderatswahl in Geretsried und Lenggries zugelassen. Grund ist das Verfehlen der gesetzlich vorgeschriebenen Zahl an Unterstützerunterschriften. Die Partei scheitert damit formell an der Teilnahme an den Kommunalwahlen 2026.
Für die Kreistagswahl sind 385 Unterstützerunterschriften erforderlich, die FDP erreicht nach eigenen Angaben lediglich 145. In Geretsried benötigt die Partei 190 Unterschriften für die Stadtratswahl, sammelt jedoch weniger als 50. In Lenggries fehlen bei 19 gesammelten Unterschriften insgesamt 161 Unterstützer zur Zulassung.
Spitzenkandidat für die Kreistagswahl ist der FDP-Kreisvorsitzende Simon Roloff. In Geretsried führt die Ortsvorsitzende Dagmar Reuter die Bewerberliste an. Die FDP ist zuletzt durch Edmund Häner im Geretsrieder Stadtrat vertreten, der die Partei später verlässt und zur Geretsrieder Liste wechselt.
Roloff bezeichnet das Ergebnis als „sehr niederschmetternd“ und dankt den Unterstützern für ihr Engagement. Gleichzeitig kritisiert er die gesetzlichen Vorgaben zur Unterschriftensammlung als hohe Hürde für ehrenamtliche Arbeit und demokratische Teilhabe. Die FDP fordert künftig eine rechtssichere digitale Möglichkeit zur Abgabe von Unterstützerunterschriften. Die Partei will sich nun auf den Bürgermeisterwahlkampf in Wolfratshausen konzentrieren, meldet der Kreisverband.
Quelle: FDP-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen