B 11 Urfeld-Walchensee: Einspurigkeit bis Ende August verlängert

Die Instandsetzung der Steinschlag- und Lawinengalerie mit Kirchlwandtunnel auf der B 11 zwischen Urfeld und der Gemeinde Walchensee führt zu einer ungeplanten Verlängerung der Einspurigkeit bis voraussichtlich Ende August 2026. Radfahrer dürfen den Baustellenbereich nicht befahren und müssen ihre Fahrräder schieben.

Die Bauarbeiten zur Instandsetzung der Steinschlag- und Lawinengalerie mit Kirchlwandtunnel an der Bundesstraße 11 zwischen Urfeld und der Gemeinde Walchensee schreiten voran. Die Bauphase 1, die am 13. April im ca. 600 Meter langen Abschnitt von Walchensee kommend bis zum Ende der Galerie I begann, liegt im Zeitplan und soll Ende Mai 2026 beendet werden.

Der Verkehr wird derzeit wechselseitig mit Ampelschaltung an der Baustelle vorbeigeleitet. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens an Wochenenden und Feiertagen wird weiterhin mit Rückstau und längeren Wartezeiten gerechnet. Eine besondere Regelung gilt für Radfahrer: Sie dürfen den einspurigen Baustellenbereich nicht befahren, sondern müssen absteigen und das Fahrrad auf dem Gehweg schieben. Dies ist notwendig, da die Ampelschaltung auf die Fahrzeit von Autos ausgelegt ist und langsamere Fahrzeiten mit dem Fahrrad dazu führen würden, dass der Fahrstreifen nicht rechtzeitig für den Gegenverkehr frei gemacht werden kann.

Ab Anfang Juni bis voraussichtlich Ende August 2026 beginnt die Bauphase 2. Die Einspurigkeit, die seit Mitte April 2026 gilt, muss entgegen der ursprünglichen Planung durchgehend aufrechterhalten werden. Grund hierfür ist, dass die Baufirma aufgrund notwendiger Betoninstandsetzungsarbeiten mehr Platz benötigt, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten und eine mangelfreie Bauumsetzung zu ermöglichen. Die ursprüngliche Planung sah vor, dass nach Pfingsten 2026 der Verkehr zweispurig an dieser Baustelle vorbeigeführt werden könnte.

Der Verkehr wird somit weiterhin wechselseitig mittels Ampelschaltung einspurig abgewickelt. Ein LED-Anhänger in Kochel weist Verkehrsteilnehmer auf die Maßnahme und die damit verbundene Staugefahr hin. Tobias Martin, Abteilungsleiter Konstruktiver Ingenieurbau 1 am Staatlichen Bauamt Weilheim, konstatiert: „Uns ist bewusst, dass diese Instandsetzung der Steinschlag- und Lawinengalerie mit Kirchlwandtunnel seit Maßnahmenbeginn längere Staus vor allem an Wochenenden und Feiertagen ausgelöst hat und noch weitere auslösen wird, da wir die Einspurigkeit nun ungeplant aufrechterhalten müssen.“ Er ergänzt, dass man in engem Austausch mit Polizei und Rettungskräften stehe. Längere Räumzeiten wurden bereits in die Ampelschaltungen integriert, Ampeln mit angezeigter Restlaufzeit bei den Rotphasen installiert und eine verkehrsabhängige Ampelschaltung realisiert, die an Wochenenden eine längere, bedarfsabhängige Grünphase schaltet.

Der Fußweg befindet sich weiterhin außerhalb der Bauwerke, und Fahrradfahrer müssen auch weiterhin das Fahrrad auf diesem schieben. Die Arbeiten sind aufgrund fortschreitender Betonschäden an den 42-jährigen Bauwerken notwendig, um diese langfristig, funktional, dauerhaft und sicher zu erhalten. Ziel des Staatlichen Bauamts Weilheim ist es, diese umfangreiche Instandsetzung mit Blick auf Verkehrseinschränkungen voraussichtlich bis Ende August 2026 abzuschließen. Anschließende Restarbeiten ohne Einschränkungen für den Verkehr werden ab ca. Ende August 2026 ausgeführt.

Das Staatliche Bauamt Weilheim bittet Anwohner, Fußgänger, Radfahrer, Gewerbetreibende und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die auftretenden Verkehrseinschränkungen. Informationen zu aktuellen Verkehrslagen sind über das BayernInfo-System unter www.bayerninfo.de und die App BayernInfo Maps verfügbar.

Quelle und Bildquelle: Staatliches Bauamt Weilheim