Landkreis Miesbach: IHK wirbt für Augenmaß bei der Gewerbesteuer

Im Landkreis Miesbach sind die Gewerbesteuerhebesätze 2025 weitgehend stabil geblieben. Laut einer aktuellen Auswertung der IHK für München und Oberbayern hat lediglich Warngau den Hebesatz erhöht. In den übrigen 16 Gemeinden blieb er unverändert.

Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz im Landkreis stieg dadurch um zwei Prozentpunkte auf 356 Prozent. Damit liegt Miesbach über dem oberbayerischen Durchschnitt von 343 Prozent.

Insgesamt nahmen die Gemeinden im vergangenen Jahr 135 Millionen Euro Gewerbesteuer ein. Das sind rund 17 Millionen Euro weniger als 2024. Nach Abzug der Gewerbesteuerumlage blieben etwa 120 Millionen Euro.

Der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach, Alexander Schmid, warnt vor weiteren Erhöhungen. Steigende Hebesätze erhöhten die Kosten für Unternehmen und könnten Investitionen erschweren. Gleichzeitig müsse die finanzielle Situation der Kommunen berücksichtigt werden.

Die IHK sieht die Gemeinden deshalb vor einem schwierigen Spagat: Sie müssten ihre wachsenden Aufgaben finanzieren und gleichzeitig attraktive Bedingungen für Unternehmen erhalten. Besonders interessant für den Landkreis: Der Hebesatz in Bad Wiessee liegt mit 240 Prozent am unteren Ende der oberbayerischen Kommunen. Ab 2027 könnte die Gemeinde allerdings vom höheren gesetzlichen Mindesthebesatz betroffen sein.

Quelle: Presse IHK
Foto: Symbolbild