Die Asiatische Tigermücke breitet sich auch in Bayern weiter aus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind 2026 unter anderem im Raum Rosenheim Funde der invasiven Stechmückenart bekannt geworden. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) beobachtet die Entwicklung deshalb mit einem eigenen Monitoring.
Gesundheitsministerin Judith Gerlach ruft die Bevölkerung anlässlich des Welt-Moskito-Tags am 20. August dazu auf, mögliche Brutstätten zu beseitigen. Das gesundheitliche Risiko durch die Tigermücke sei in Bayern derzeit weiterhin gering – trotzdem sei Vorsorge wichtig.
Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasseransammlungen ab. Deshalb sollten beispielsweise Gießkannen und Blumenuntersetzer regelmäßig geleert werden. Regentonnen sollten möglichst mückensicher abgedeckt und Vogeltränken mindestens einmal pro Woche geleert und gereinigt werden.
Besonders relevant ist die Entwicklung für die Region: Das LGL nennt Rosenheim ausdrücklich als eines der Gebiete, in denen 2026 Funde der Asiatischen Tigermücke bekannt geworden sind.
Die Mücke kann grundsätzlich Krankheitserreger wie das Dengue- oder Chikungunya-Virus übertragen. Nach Angaben des LGL wurden in Deutschland bislang allerdings keine Erregerübertragungen durch die Asiatische Tigermücke registriert.
Das LGL bittet Bürgerinnen und Bürger, auffällige Mücken zur Bestimmung einzusenden. So sollen mögliche neue Verbreitungsgebiete möglichst früh erkannt werden.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention
Foto: Symbolbild