Eine invasive Muschelart breitet sich in europäischen Gewässern aus und ist inzwischen auch in der Region angekommen. Die Quagga-Dreikantmuschel wurde im Starnberger See nachgewiesen. Das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen warnt deshalb vor einer weiteren Verschleppung in heimische Gewässer.
Die ursprünglich aus dem Bereich der Donau-Mündung ins Schwarze Meer stammende Muschel kann sich schnell vermehren und hohe Bestandsdichten erreichen. Ihre Larven können unter anderem über Boote, Wassersportgeräte oder Badeausrüstung von einem Gewässer ins nächste gelangen.
Das kann Folgen für das Ökosystem haben: Die Quagga-Muschel filtert große Mengen an Schwebstoffen aus dem Wasser und kann dadurch die Nahrungsketten verändern. Heimische Arten, darunter andere Muscheln, können verdrängt werden. In großer Zahl können die Tiere außerdem Wasserleitungen oder die Motorkühlung von Booten zusetzen.
Besonders wichtig ist deshalb die Reinigung von Ausrüstung nach jedem Gewässerwechsel. Boote, Anhänger und Wassersportgeräte sollten kontrolliert, vollständig von Restwasser befreit, gereinigt und anschließend gründlich getrocknet werden. Ist eine ausreichende Reinigung und Trocknung nicht möglich, kann eine Desinfektion notwendig sein.
Das Landratsamt appelliert deshalb insbesondere an Wassersportler und Bootsbesitzer, diese Maßnahmen konsequent einzuhalten. Denn ist ein Gewässer erst einmal besiedelt, lässt sich die Quagga-Muschel nur schwer wieder zurückdrängen.
Quelle: Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen
Foto: Symbolbild (Bild von Stefan Schweihofer auf Pixabay)