Illegales Lager im Gebirge: Bundeswehr räumt Prepper-Fässer weg

Ein verstecktes Lager im Naturschutzgebiet Karwendel ist nach Monaten geräumt worden. Mit Hilfe der Bundeswehr wurden neun Fässer mit Lebensmitteln, Kleidung und Ausrüstung aus unwegsamem Gelände geborgen und entsorgt.

Entdeckt hatte das sogenannte Prepper-Lager im Sommer 2025 ein Jäger. Er meldete die neun blauen Fässer mit verschiedenen Gegenständen an die untere Naturschutzbehörde des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen.

Die Bergung gestaltete sich schwierig: Das Lager lag in steilem, unzugänglichem Gelände und war für Fahrzeuge nicht erreichbar. Eine Lösung bot sich durch den Leistungsmarsch der Bundeswehr Ende Juli. Soldatinnen und Soldaten des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 aus Bad Reichenhall unterstützten die Aktion.

Rund 40 Bundeswehrangehörige und 25 Tiere – darunter vor allem Maultiere, aber auch Haflinger und ein Esel – waren beteiligt. Die Fässer und weitere Gegenstände wurden zunächst mit Seilzügen und Kraxen aus dem Gelände gebracht und anschließend mit den Tieren rund vier Kilometer bis zu einem befahrbaren Weg transportiert.

Im Anschluss wurden die Hinterlassenschaften zum Entsorgungszentrum nach Greiling gebracht. In den Fässern befanden sich unter anderem Lebensmittel, Kleidung, Batterien, Medikamente und Campingausrüstung. Teilweise waren die Lebensmittel bereits seit 2014 abgelaufen.

Wer das Lager im Naturschutzgebiet angelegt hat, ist bislang unklar. Hinweise nimmt die Untere Naturschutzbehörde unter umwelt@lra-toelz.de entgegen.

Quelle: Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen
Bildquelle: Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 der Bundeswehr (c) BW