Die Lage in der Metall- und Elektro-Industrie in der Region bleibt schlecht. Laut Sommer-Konjunkturumfrage, die am 23.07.2026 in Wolfratshausen vorgestellt wurde, haben sich die Aussichten erneut verschlechtert; zugleich setzt sich der Beschäftigungsabbau fort.

Laut Umfrage liegt der Saldo aus positiven und negativen Antworten im Inlandsgeschäft bei +2,0 Punkten. Das Auslandsgeschäft steht mit -40,6 Punkten deutlich im Minus. Auch die Erwartungen sind weiter gesunken: Für das Inlandsgeschäft liegt der Saldo bei -8,4 Punkten, für das Auslandsgeschäft bei -4,2 Punkten.

„Die Unternehmen sehen die nähere Zukunft trotz der bereits schlechten Lage weiter negativ, das ist mehr als bedenklich. In der schwierigen Gesamtsituation aus lahmender Struktur- und Konjunkturkrise fehlt zunehmend die Hoffnung auf Besserung“, sagte Bernhard Pfreundner, Vorstandsmitglied der Region Oberland der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm.

Die Produktionspläne liegen trotz der schwächeren Aussichten leicht im Plus. Pfreundner erklärte dazu: „Es bleibt trotzdem dabei, dass von der Produktion keine nennenswerten Impulse gesetzt werden.“ Im Ausland werde die Produktion dagegen weiter ausgebaut. Das sei „ein klares Indiz für den Kostennachteil im Inland“.

Bei den Investitionsplänen bleibt laut Umfrage eine deutliche Lücke zwischen In- und Ausland. Die inländischen Pläne sind mit +8,3 Punkten leicht positiv, die ausländischen mit +33,8 Punkten klar expansiv. Pfreundner verwies in diesem Zusammenhang auf den beschlossenen Bürokratieabbau, weitere Entlastungsmaßnahmen und die anstehende Tarifrunde im Herbst.

Auch die Beschäftigungspläne fallen negativ aus. Etwas mehr als 15 Prozent der Unternehmen sehen sich gezwungen, Beschäftigung abzubauen. Weiterhin befinden sich 35 Prozent der Unternehmen in einem kritischen Ertragsbereich. „Dass das nicht lange gut gehen kann, sollte jedem klar sein“, sagte Pfreundner.

Zusätzlich belastet nach Angaben der Umfrage das außenwirtschaftliche Umfeld die Unternehmen, unter anderem durch US-Importzölle und den weiter schwelenden Irankrieg. Die handelspolitische Ungewissheit und drohende neue Zölle bleiben demnach das größte Risiko. Der Iran-Krieg treibt laut Mitteilung generell Kosten, etwa für Materialien und Rohstoffe, Energie sowie Transport und Fracht.

Quelle: Pressemitteilung
Foto: Jonas Napiletzki