Beinbruch im Probstalmkessel: Bergwacht-Einsatz bei schwierigem Wetter

Am Samstag, dem 18.07.2026, ereignete sich im Probstalmkessel am Brauneck ein Bergunfall, bei dem ein Wanderer auf nassem Untergrund ausrutschte und sich das Bein brach. Ein umfassender Rettungseinsatz der Bergwacht war die Folge.

Während eines Vorsorgedienstes am Brauneck wurde die Bergwacht zu einem verletzten Wanderer im Abstieg des Probstalmkessels gerufen. Der Unfall ereignete sich, als der Wanderer auf nassem Untergrund ausrutschte und sich das Bein brach.

Die Dienstgemeinschaft Latschenkopf, bestehend aus der Bergwacht München und der Bergwacht Wolfratshausen, unterstützte die Bergwacht Lenggries. Ein Voraustrupp rückte zu Fuß zur Einsatzstelle aus, während weitere Einsatzkräfte und ein Bergwacht-Notarzt aus dem Tal anrückten.

Die Rettungsarbeiten wurden durch wechselhaftes Wetter mit Gewittern und Regenschauern erschwert. Ein angeforderter Rettungshubschrauber konnte zunächst wetterbedingt nicht starten. Als die ersten Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, setzte erneut Regen ein, was eine Umlagerung des Patienten an eine wettergeschützte Felswand erforderlich machte. Diese Maßnahme, bei der die Begleiter des Wanderers halfen, führte bereits zu einer Schmerzbesserung beim Patienten.

Nach kurzer Zeit erreichten der Notarzt und weitere Einsatzkräfte die Unfallstelle und begannen mit der medizinischen Versorgung und Schmerztherapie. Als sich das Wetter vorübergehend besserte und der Nebel zurückging, startete der Rettungshubschrauber Christoph Murnau einen weiteren Versuch, die Einsatzstelle zu erreichen. Die Medical Crew konnte mittels Winde nahe der Einsatzstelle abgesetzt werden.

Gemeinsam wurde der Patient zügig für den Abtransport vorbereitet, um das kurze Wetterfenster zu nutzen. Nach Anlegen einer Vakuumbeinschiene zur Stabilisierung des gebrochenen Beines wurde der Patient zusammen mit dem Notarzt in den Hubschrauber aufgenommen und in ein Krankenhaus geflogen. Insgesamt waren 12 Einsatzkräfte für vier Stunden im Einsatz.

Quelle und Bildquelle: Bergwacht Wolfratshausen