Der Geretsrieder Stadtrat hat einen Antrag der AfD-Fraktion zur Beflaggungspraxis am Rathaus abgelehnt. Die Regenbogenfahne darf weiterhin während der Pride-Week wehen.
Der Geretsrieder Stadtrat lehnte am Dienstagabend in seiner Sitzung einen Antrag der AfD-Fraktion zur Beflaggungspraxis am Rathaus kommentarlos ab. Der Antrag zielte darauf ab, die Regenbogenfahne, die alljährlich während der Pride-Week zwischen Karl-Lederer-Platz und Bundesstraße weht, zukünftig nicht mehr zuzulassen.
Die Initiative für die Beflaggung mit der Regenbogenfahne ging 2022 vom Jugendrat aus und wurde von Felix Leipold (Freie Wähler) und Peter Curtius (Grüne) unterstützt.
AfD-Fraktionssprecher Magnus Brunckhorst begründete den Antrag damit, dass das Thema „kontrovers“ angekommen sei. Er erklärte, man solle die Beflaggung grundsätzlich auf offizielle Hoheitszeichen und gesetzlich vorgesehene Flaggen beschränken, um das Rathaus als neutralen Ort zu erhalten.
Der Jugendrat sprach sich in einer Stellungnahme für die Regenbogenfahne aus. Er betonte, die Fahne sei kein parteipolitisches Symbol, sondern stehe für Anerkennung und Würde von Menschen, die Diskriminierung erfahren.
Quelle: Stadt Geretsried (Symbolbild)