Erster Abschlussjahrgang des neuen neunjährigen Gymnasiums erhält Abiturzeugnisse

Heute erhalten die ersten Abiturientinnen und Abiturienten des neuen neunjährigen Gymnasiums ihre Abiturzeugnisse. Damit ist der Aufbau des G9 erfolgreich abgeschlossen.

Kultusministerin Anna Stolz beglückwünscht die rund 30.000 Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Erfolg. Die erste Prüfungsrunde im neuen G9 habe gezeigt, dass alle Beteiligten besonders gut auf die neu konzipierte Oberstufe und die Abiturprüfungen vorbereitet waren. Stolz bedankt sich bei den bayerischen Gymnasiallehrkräften für ihre Professionalität und ihr Engagement und bei den Lehrkräften und Schulleitungen für die ausgezeichnete Vorbereitung und Durchführung der Prüfungen. Sie ist sich gemeinsam mit den gymnasialen Verbänden sicher, dass mit dem neuen G9 der richtige Weg eingeschlagen wurde.

Der diesjährige vorläufige Abiturdurchschnitt fällt mit 2,13 besser aus im Vergleich zu den letzten zehn G8-Abiturjahrgängen (Durchschnittswert rund 2,25). Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich hierbei um den ersten Abiturjahrgang nach dem Systemwechsel vom G8 zum G9 in der neu gestalteten G9-Oberstufe handelt. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler des ersten G9-Prüfungsjahrgangs, die morgen ihr Abiturzeugnis erhalten, liegt voraussichtlich bei rund 98%. Diese Werte beziehen sich auf Schülerinnen und Schüler öffentlicher und staatlich anerkannter Schulen.

Im ersten G9-Abiturjahrgang haben sich zentrale Elemente des neuen G9 bewährt. Ein großes Plus des G9 ist die längere Lernzeit, die mehr Raum für nachhaltiges Lernen und vertieftes Verständnis schafft und weniger Nachmittagsunterricht ermöglicht. Die neue Oberstufe (Jahrgangsstufe 12 und 13) bietet erweiterte Möglichkeiten zur individuellen Profilbildung, beispielsweise durch neue Leistungsfächer auf erhöhtem Anforderungsniveau. Die Schülerinnen und Schüler haben auch von Neuerungen bei der Wahl der Abiturprüfungsfächer profitiert: Rund ein Drittel der Prüflinge hat eines der beiden Fächer Deutsch und Mathematik mündlich abgelegt, gut ein Viertel hat sich für zwei Abiturprüfungsfächer aus demselben Aufgabenfeld entschieden, wie Biologie mit Physik oder Geschichte mit Politik und Gesellschaft. Solche Möglichkeiten gab es im G8 nicht, und es zeigt sich, dass Neigungsorientierung, hohes Interesse am jeweiligen Fach sowie inhaltliche Vertiefung auch mit besonders guten Ergebnissen einhergehen.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus