Die Malteser warnen vor einer nahenden Hitzewelle und geben wichtige Tipps, um besonders vulnerable Gruppen wie Ältere, Kinder und chronisch Kranke zu schützen. Wetterdienste prognostizieren intensive Hitze für Bayern.
Christoph Kaiser, stellvertretender Leiter der Malteser Rettungswache München Land in Gräfelfing, betont die Bedeutung präventiver Maßnahmen. Er rät dazu, regelmäßig zu trinken, auch ohne Durstgefühl, und dabei Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte zu bevorzugen. Alkohol und koffeinhaltige Getränke sollten vermieden werden.
Für die Ernährung empfiehlt Kaiser leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt, insbesondere Obst und Gemüse mit hohem Wassergehalt wie Melonen, Gurken oder Tomaten. Um die Wohnung kühl zu halten, sollten Bewohner in den frühen Morgen- und späten Abendstunden lüften und tagsüber Fenster sowie Rollläden geschlossen halten.
Körperliche Aktivitäten sollten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden, um Anstrengungen in der Mittagshitze zu vermeiden. Bei Kindern ist auf regelmäßige Pausen im Schatten zu achten, und sie dürfen niemals unbeaufsichtigt in aufgeheizten Räumen oder Fahrzeugen gelassen werden. Ältere Menschen und Menschen mit Behinderung benötigen bei hohen Temperaturen oft besondere Unterstützung im Alltag.
Es ist wichtig, auf Warnzeichen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Verwirrtheit zu achten, da diese auf Hitzschlag oder Dehydrierung hindeuten können. In solchen Fällen sollte ärztliche Hilfe gesucht werden, entweder über den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117 oder im Notfall über die 112.
Die Malteser rufen zudem dazu auf, Nachbarn und Angehörige, insbesondere ältere oder alleinlebende Menschen, Kinder und Menschen mit Behinderung, aktiv zu unterstützen. Ein Anruf, ein Besuch oder praktische Hilfe wie das Bereitstellen von Getränken oder das Abdunkeln der Wohnung kann entscheidend sein.
Quelle: Presse-Information der Malteser