Pferd in Starnberger See gefallen

Ein ungewöhnlicher Einsatz forderte gestern Abend die Wasserwacht und Feuerwehr Starnberg, als ein Pferd an der Starnberger Seepromenade in den See stürzte. Ross und Reiter konnten unverletzt gerettet werden.

Für die ehrenamtlichen Helfer der Starnberger Wasserwacht sind Seepferdchen ein gewohnter Anblick, da jährlich knapp 100 Kinder das Frühschwimmerabzeichen ablegen. Eine Alarmierung mit der Einsatzmeldung „Pferd im See“ sorgte jedoch gestern gegen 21:15 Uhr für Aufsehen, als die Funkmeldeempfänger von Wasserwacht und Feuerwehr Starnberg auslösten.

Zuvor waren Ross und Reiter an der Starnberger Seepromenade unterwegs. Solche Spaziergänge durch die Stadt sind für das Tier, das sich auch vom Starnberger Innenstadttrubel nicht beirren lässt und bereits die Drive-in-Spur eines Schnellrestaurants kennt, nichts Ungewöhnliches. Beim Erkunden eines Stegs südlich des Undosa erschrak das Pferd offenbar kurz und fiel beim Versuch, einen Schritt zur Seite zu machen, ins Wasser. Die Höhe der Kaimauer verhinderte ein eigenständiges Verlassen des Wassers an der Seepromenade.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand der Halter bereits im Wasser neben seinem Pferd, das die Situation relativ unbeeindruckt zu nehmen schien. Nach kurzer Absprache schwammen die beiden um den Rettungssteg herum und konnten im flachen Wasser parallel zur Seepromenade bis zum Münchener Ruder- und Segelverein (MRSV) gehen beziehungsweise schwimmen. Das Rettungsboot der Wasserwacht begleitete sie dabei sicherheitshalber. An der Rampe des MRSV wurden sie von den Kameraden der Feuerwehr empfangen und kamen wieder an Land. Es zeigte sich schnell, dass weder das Pferd noch sein Halter Verletzungen davontrugen. Nachdem sie sich getrocknet hatten, konnten sie den Heimweg antreten.

Insgesamt waren 25 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Wasserwacht Starnberg sowie der Polizeiinspektion Starnberg an dem Einsatz beteiligt.

Quelle und Bildquelle: Wasserwacht Starnberg