Am Dienstag wurde ein 22-jähriger Postzusteller in Penzberg von einem Mann bedrängt, der die Herausgabe eines Paketes forderte. Auch eine 20-jährige Zustellerin wurde von demselben Mann aggressiv bedrängt und gab das Paket unter Zwang heraus.
Ein 22-jähriger Postzusteller aus Penzberg wurde am Dienstag gegen 12.00 Uhr in der Straße Ruhe am Bach von einem sehr großen Mann bedrängt. Er forderte unfreundlich die Herausgabe eines Paketes. Als der Zusteller angab, das geforderte Paket nicht zu haben, fuhr der Mann in einem dunkelroten Kombi davon.
Kurz darauf ging derselbe Mann auf eine 20-jährige Zustellerin zu, die sich ebenfalls in der Straße Ruhe am Bach befand. Er forderte auch von ihr ein Paket und nannte dabei den Namen der Empfängerin, einer 56-jährigen Frau aus der Ludwig-März-Straße. Er zeigte auf seinem Handy ein Bild des Ausweises der Empfängerin. Als die Zustellerin die Herausgabe auf der Straße verneinte, wurde der Mann aggressiv und bedrängte sie, bis sie das Paket aus Angst gegen Unterschrift aushändigte.
Der Vorfall wurde der Polizei erst Stunden später gemeldet. Es stellte sich heraus, dass die eigentliche Paketempfängerin gar nichts bestellt oder erwartet hatte. Die Polizei geht von einem Betrugsfall aus, bei dem unbekannte Täter mit widerrechtlich erlangten Daten der Penzbergerin eine Bestellung tätigten und das Paket mittels Sendungsverfolgung nahe der Empfängeradresse abfingen. Die abfangenden Personen werden als Mittelsmänner beschrieben, hinter solchen Betrugshandlungen stecken oft organisierte Betrugsbanden, häufig mit Sitz im Ausland.
Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Mann, der das Paket abgefangen hat. Er wird als ca. 35 Jahre alt, sehr groß (ca. 200 cm), mit kräftiger Statur (ca. 100 kg) und afrikanischer Erscheinung beschrieben. Er war mit einem dunkelroten Kombi unbekannter Marke und Kennzeichen unterwegs. Zeugenhinweise nimmt die Polizei Penzberg unter der Telefonnummer 08856-92570 entgegen.
Quelle: Polizeiinspektion Penzberg (Symbolbild)