Nach Schockanruf in Starnberg: Polizei fasst Tatverdächtige

Nach einem Betrug mittels Schockanruf in Starnberg, bei dem Münzen und Schmuck von einer Seniorin erbeutet wurden, konnten zwei Tatverdächtige am Grenzübergang Griesen festgenommen werden.

Am Montag, den 18.05.2026, erbeuteten Betrüger durch einen Schockanruf Münzen und Schmuck von einer 86-jährigen Seniorin in Starnberg. Die Frau erhielt einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter eines Universitätsklinikums, der ihr mitteilte, ihre Nichte sei an Krebs erkrankt und benötige ein teures Medikament. Dafür wurde eine hohe Geldsumme gefordert.

Nachdem die Rentnerin auch mit einer männlichen Person sprach, die sich als Ehemann der Nichte ausgab, packte sie Münzen und Schmuckstücke in einen Rucksack. Kurze Zeit später erschien ein angeblicher Klinikumsmitarbeiter vor dem Anwesen der Starnbergerin, um die Wertgegenstände abzuholen. Da die Dame inzwischen misstrauisch geworden war, wollte sie den Rucksack nicht übergeben. Der unbekannte Täter riss ihr den Rucksack aus den Händen und flüchtete zu Fuß. Der Beuteschaden wird mit circa 10.000 Euro beziffert.

Am Dienstag, kurz nach Mitternacht, konnten Beamte der Bundespolizei zwei Tatverdächtige in Griesen, im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, festnehmen. Diesen konnte das Betrugsdelikt in Starnberg zugeordnet werden. Vorausgegangen war eine allgemeine Verkehrskontrolle, bei der eine Tüte mit den entwendeten Wertgegenständen festgestellt wurde. Zudem führte einer der Männer eine nicht geringe Menge verschiedener Betäubungsmittel mit sich.

Die 43- und 24-jährigen polnischen Staatsbürger wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter am Amtsgericht München II vorgeführt und anschließend in Justizvollzugsanstalten verbracht.

Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Nord
Bildquelle: Bundespolizei (Symbolbild)