Ein Bräutigam aus Nürnberg verbrachte die Nacht vor seiner freien Trauung am Tegernsee im Polizeigewahrsam. Nach einem Streit mit seinen Freunden und hohem Alkoholkonsum wählte er selbst den Polizeinotruf.
Eigentlich hätte der Samstag eine romantische freie Trauung für ein Paar aus Nürnberg am Tegernsee bereithalten sollen. Zuvor hatte das Paar am Freitag, 20.03.2026, bereits standesamtlich geheiratet.
Die Nacht zwischen den beiden Feierlichkeiten entwickelte sich für den 32-jährigen Bräutigam jedoch anders als geplant. Während seine frischgebackene Ehefrau traditionsgemäß in einem Hotel übernachtete, zog der Bräutigam mit seinen Freunden aus dem Junggesellenkreis durch bekannte Ausflugsgaststätten in Tegernsee.
Mit fortschreitender Stunde und steigendem Alkoholkonsum kam es zu Meinungsverschiedenheiten. Die Freunde wollten offenbar verhindern, dass der Bräutigam seine Ehefrau noch in der Nacht aufsucht und die geplante Überraschung gefährdet. Der Bräutigam zeigte sich von dieser Fürsorge jedoch wenig überzeugt.
Aus der zunächst gut gemeinten Maßnahme entwickelte sich ein handfester Streit unter den Männern. In dieser aufgeheizten Situation wählte der Bräutigam selbst den Polizeinotruf.
Die alarmierten Beamten trafen auf eine emotional geführte Diskussion und nahmen den deutlich alkoholisierten Mann zur Klärung mit auf die Dienststelle. Ein Atemalkoholtest ergab einen stattlichen Promillewert. Auch das Hinzuziehen der Ehefrau konnte die Lage nicht vollständig beruhigen. Um weitere Konflikte zu vermeiden, verbrachte der Bräutigam die restliche Nacht im Polizeigewahrsam.
Ob die geplante freie Trauung wie vorgesehen stattfinden konnte, ist der Polizei nicht bekannt.
Quelle: Polizeiinspektion Bad Wiessee
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