Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat den Sicherheitsbericht 2025 für das südliche Oberbayern veröffentlicht, der einen Rückgang der Gesamtstraftaten und eine gute Sicherheitslage aufzeigt.
Polizeipräsident Frank Hellwig betonte, dass die Sicherheitslage im südlichen Oberbayern auch im Jahr 2025 sehr gut war. Es wurde ein Rückgang bei den erfassten Gesamtstraftaten verzeichnet, wodurch die Region zu den sichersten Deutschlands gehört. Die Kriminalitätsbelastung lag erneut unter dem bayerischen Durchschnittswert, und die Aufklärungsquote konnte über dem bayerischen Durchschnitt gehalten werden. Hellwig dankte den Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz bei der Kriminalitätsbekämpfung sowie bei zahlreichen Veranstaltungen und Versammlungen.
Polizeivizepräsident Michael Siefener hob hervor, dass insbesondere sogenannte Schockanrufe die Einsatzkräfte stark gefordert haben. Im vergangenen Jahr führten diese Anrufe, bei denen vornehmlich ältere Menschen von organisierten Callcenter-Banden unter Vorspiegelung falscher Tatsachen unter Druck gesetzt werden, zu einem Gesamtschaden von mehr als fünf Millionen Euro im Zuständigkeitsbereich. Dies entspricht fast einer Verdoppelung im Vergleich zu 2024. Trotz intensivierter Fahndungs- und Ermittlungskonzepte, die zur Ermittlung und Festnahme von Abholern und Hintermännern führten, bleibt die Welle der Schockanrufe ungebrochen. Siefener betonte die Wichtigkeit von Präventions- und Aufklärungsarbeit und appellierte an die Bevölkerung, bei Forderungen zur Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen stets skeptisch zu sein und die Polizei über die „110“ zu informieren, insbesondere wenn Täter Übergaben ausmachen wollen. Er bat zudem darum, Angehörige zu sensibilisieren.
Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd