Frau an der Bodenschneid tödlich verunglückt

Am Samstag, den 7. März 2026, kam es in den Mittagsstunden an der Bodenschneid bei Schliersee zu einem tragischen Bergunfall, bei dem eine 74-jährige Frau aus München tödlich verunglückte. Erst wenige Tage zuvor geschah am selben Berg ein vergleichbares Unglück mit glimpflicherem Ausgang. Die Bergwacht warnt vor Altschnee.

Die Frau war gegen 12:50 Uhr im Abstieg von der Bodenschneid unterwegs, als sie auf der Nordseite im hart gefrorenen Altschnee ausrutschte. Sie konnte sich nicht mehr halten und stürzte etwa 150 Meter über steiles Gelände ab.

Ersthelfer versorgten die Verunglückte an der Unfallstelle. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die alarmierte Bergwacht Hausham und die Besatzung eines Rettungshubschraubers konnte vor Ort nur noch der Tod der 74-Jährigen festgestellt werden.

Die Unfallaufnahme und Bergung erfolgte durch zwei Polizeibergführer der Grenzpolizeiinspektion Raubling in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Hausham. Im Einsatz waren sieben Einsatzkräfte der Bergwacht Hausham, das Kriseninterventionsteam der Bergwacht, der Rettungshubschrauber Christoph 1 sowie vier Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Erst vergangenen Donnerstag stürzte eine 33-Jährige an der Bodenschneid etwa 100 Meter weit ab. Auch sie war auf Altschnee ausgerutscht. Sie verletzte sich mehrfach und wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus geflogen.

Die Polizei und die Bergwacht Hausham weisen eindringlich auf die weiterhin winterlichen Verhältnisse im Gebirge hin, insbesondere auf den Nordseiten, wo eine geschlossene, hart gefrorene Schneedecke vorherrscht. Auch wenn in sonnigen Lagen bereits frühlingshafte Temperaturen herrschen, bleiben Schattenbereiche gefährlich. Während der Unfallaufnahme rutschten weitere Personen im Einsatzbereich ab, blieben jedoch unverletzt. Oftmals reichen Grödel oder Eisspikes unter diesen Bedingungen nicht aus.

Quelle: Bergwacht Hausham
Bildquelle: Bergwacht Rottach-Egern (Symbolbild)