Roche eröffnet Hightech-Innovationszentrum in Penzberg

Ein neues Innovationszentrum ist heute (12. Februar 2026) in Penzberg eröffnet worden. Roche investierte rund 300 Millionen Euro in den Hightech-Neubau für die Diagnostikforschung und -entwicklung. Das Gebäude zählt zu den modernsten Entwicklungszentren für Diagnostika weltweit.

Seit dem Baustart im Februar 2022 entstand auf rund 23.000 Quadratmetern eine Forschungsumgebung für etwa 1.000 der insgesamt rund 7.700 Beschäftigten am Standort. Die offizielle Einweihung fand am 12. Februar 2026 im Beisein von Ministerpräsident Markus Söder, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Forschungsministerin Dorothee Bär sowie Konzernchef Thomas Schinecker statt. Der Neubau ist Teil einer Investitionsagenda von mehr als 3,5 Milliarden Euro, die Roche seit 2020 in Deutschland umsetzte. Etwa die Hälfte dieser Summe floss nach Penzberg.

Im Zentrum arbeitet das Unternehmen an neuen Tests für Erkrankungen wie Alzheimer, Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf-Leiden und Infektionen sowie an Verfahren für personalisierte Medizin. Durch intelligente Vernetzung, automatisierte Abläufe und moderne Robotik verkürzt sich die Entwicklungszeit zentraler Schritte um rund 30 Prozent. Herzstück ist ein vollautomatisiertes Probenlager mit Platz für 2,5 Millionen biologische Proben bei minus 80 Grad Celsius. Mehr als 4.400 Sensoren und rund 630 Kilometer Datenkabel sorgen für digitale Steuerung und Transparenz im laufenden Betrieb.

Der Neubau senkt den Energiebedarf im Vergleich zu früheren Laborgebäuden um etwa 70 Prozent und ermöglicht einen CO₂-freien Forschungsbetrieb. Eine Holz-Hybridbauweise, ein intelligentes Energiemanagement sowie eine Photovoltaikanlage mit 130 Kilowatt Leistung unterstützen das nachhaltige Konzept. Das Zentrum soll Innovationen schneller in die medizinische Praxis bringen und den Standort langfristig stärken.



Quelle und Bildquelle: Roche Diagnostics GmbH