BRB fordert: Sanierungen müssen planbar sein

Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der DB InfraGO prägen den Bahnverkehr auch im BRB-Netz spürbar und stoßen bei Bahnunternehmen auf deutliche Kritik. Westbahn und Bayerische Regiobahn formulierten klare Forderungen, damit Planung, Koordination und Umsetzung der Bauarbeiten künftig fahrgastgerecht erfolgen.

Die Forderungen wurden auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in München vorgestellt. Westbahn und BRB betonen, dass die Modernisierung der Schieneninfrastruktur notwendig ist, jedoch nicht zulasten der Reisenden gehen darf. Kurzfristige Baustellen, fehlende Abstimmungen und unbesetzte Stellwerke sind nahezu tägliche Realität. Die Unternehmen sehen darin keinen Ausnahmezustand, sondern ein strukturelles Problem im Baustellenmanagement.

Zentral Kernforderung an die DB InfraGO: Sanierungsmaßnahmen sollen frühzeitig angekündigt und transparent kommuniziert werden, um Überraschungen für Fahrgäste zu vermeiden. Zudem fordern die Unternehmen verlässliche und realistische Planungen ohne kurzfristige Änderungen. Klare Zuständigkeiten und eine funktionierende interne Kommunikation sollen Fehlleitungen und widersprüchliche Informationen verhindern.

Konkrete Auswirkungen erläutert die BRB am Beispiel der Strecke München – Rosenheim – Salzburg. 2026 führen Sanierungen auf anderen Hauptachsen zu Einschränkungen und Zugausfällen auf dem RE5. In den Jahren 2027 und 2028 verschärfen weitere geplante Bauarbeiten die Situation, wodurch für viele Fahrgäste Bus statt Bahn vorgesehen ist. Die Bahnunternehmen verlangen alternative Baukonzepte, bessere Abstimmung beim Schienenersatzverkehr und eine schnellere, flexiblere Fahrgastinformation.

Quelle: BRB – Bayerische Oberlandbahn GmbH