Silvesternacht: Feuerwerksunfall und Internetausfall in Starnberg

In der Silvesternacht hat es in Starnberg mehrere gefährliche Zwischenfälle gegeben. Ein Brand an einem Telekommunikationsverteiler sowie ein schwerer Feuerwerksunfall beschäftigten Polizei und Feuerwehr.

Zwischen 23.50 Uhr und 0.15 Uhr brannte in der Wittelsbacher Straße ein unterirdischer Telekommunikationsverteiler. Ein Anwohner bemerkte zunächst am Kirchplatz den Geruch von geschmolzenem Plastik und entdeckte später Flammen, die aus den Öffnungen eines Schachtdeckels schlugen. In dem Schacht befand sich ein Verteilerkasten, der in Brand geraten war.

Nach bisherigen Ermittlungen warf oder steckte ein unbekannter Täter einen Feuerwerkskörper in den Schachtdeckel. Dadurch entzündeten sich die dort verlaufenden Leitungen. Der entstandene Sachschaden wurde auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Infolge des Brandes fielen Internet- und Telefonverbindungen aus. Zahlreiche angrenzende Hausanschlüsse waren betroffen. Der Notdienst des Telekommunikationsanbieters wurde noch in der Nacht verständigt, während die Polizei Ermittlungen gegen Unbekannt aufnahm.

Kurz nach Mitternacht ereignete sich an der Seepromenade ein weiterer schwerer Vorfall. Gegen 0.35 Uhr wurde ein 14-Jähriger aus dem Landkreis Starnberg durch einen Feuerwerkskörper an beiden Händen verletzt. Der Jugendliche kam nach der Erstversorgung mit mittelschweren Verletzungen in eine Klinik.

Nach ersten Erkenntnissen erhielt der 14-Jährige eine Feuerwerksrakete der Kategorie F2 von Angehörigen. Er versuchte, diese aus der Hand zu zünden, obwohl solche Raketen nur von Erwachsenen verwendet werden dürfen. Kurz nach dem Entzünden explodierte der Feuerwerkskörper in seiner Hand.

Quelle: Polizei Starnberg