Die Alpenregion Tegernsee Schliersee hat im Jahr 2025 erstmals über 800.000 Gäste begrüßt und einen neuen Höchstwert von 2,62 Millionen Übernachtungen erzielt. Dies geht aus der aktuellen Tourismus-Jahresstatistik der Regionalentwicklung Oberland (REO) hervor.
Der Tourismus in der Alpenregion Tegernsee Schliersee bleibt eine zentrale wirtschaftliche Säule im Landkreis Miesbach. Trotz der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Krisen zeigt sich das Gastgewerbe stabil, wie die veröffentlichte Statistik für 2025 belegt.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 805.163 Gästeankünfte verzeichnet, was einem Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber 2024 entspricht und den bisherigen Spitzenwert übertrifft. Auch die Übernachtungszahlen stiegen auf 2.620.889, ein Plus von 1,4 Prozent, und überschritten damit den Höchststand aus dem Jahr 2018 um rund 15.000 Übernachtungen. Langfristig erhöhten sich die Gästeankünfte in den letzten zehn Jahren um 11,2 Prozent und die Übernachtungen um 4,9 Prozent.
Besonders positiv ist die Entwicklung in Fischbachau und Gmund, die maßgeblich zu den Zuwächsen beitragen und eine breitere Verteilung der Gäste bewirken. Fischbachau verzeichnete rund 7.000 zusätzliche Gäste (+20,2 Prozent) und Gmund etwa 5.800 (+17,0 Prozent). Diese Orte trugen auch bei den Übernachtungen mit +17.500 in Fischbachau und +12.500 in Gmund erheblich zum Wachstum bei. Dies entlastet stark frequentierte Bereiche und zeigt einen langfristigen Trend, da Gmund seit 2015 einen Zuwachs von 104,6 Prozent bei Ankünften und 76,2 Prozent bei Übernachtungen aufweist.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb 2025 mit 3,26 Tagen unverändert. Deutsche Gäste stellen mit 92,6 Prozent weiterhin die wichtigste Zielgruppe dar. Der Anteil internationaler Gäste stieg jedoch entgegen dem bayerischen Trend um 1,6 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Die größte Altersgruppe bilden die 51- bis 60-Jährigen, während sich der Trend zu jüngeren Gästen fortsetzt.
Das Bettenangebot in der Region lag 2025 bei 17.575 Betten, mit den meisten Schlafmöglichkeiten in Schliersee. Hotels stellen mit 33,8 Prozent den größten Anteil des Angebots. Die Nachfrage verschiebt sich zugunsten von Hotels und Ferienwohnungen/-häusern, während Gruppenunterkünfte, Pensionen und Bauernhöfe an Boden verlieren.
Im Vergleich zu anderen bayerischen Alpenregionen liegt der Landkreis Miesbach bei den Ankünften hinter Traunstein und dem Berchtesgadener Land, aber vor Bad Tölz-Wolfratshausen. Der touristische Gesamtbruttoumsatz in der Alpenregion Tegernsee Schliersee beläuft sich laut einer dwif GmbH Studie auf 564,8 Millionen Euro. Harald Gmeiner, Vorstand Tourismus der REO, betont die Bedeutung des Tourismus für Wertschöpfung und Arbeitsplätze, weist aber auch auf die Herausforderungen hin, wie steigende Kosten und die Notwendigkeit eines konsequenten Erlebnisraummanagements zur Erhaltung der Lebensqualität.
Quelle und Bildquelle: Regionalentwicklung Oberland (REO)