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Zugunglück Bad Aibling: Opferanwalt sieht Bahnangebot als Schuldgeständnis

8. März 2019

Über drei Jahre nach dem tragischen Zugunglück von Bad Aibling hat der Meridian den Opfern eine Entschädigung angeboten. Opferanwalt Friedrich Schweikert interpretiert das als Teil-Schuldgeständnis.
Der Meridian ist nicht gesetzlich zu solch einer Geste verpflichtet. Mittlerweile gibt es zwar eine gesetzliche Regelung, wonach den Opfern mehr als nur Schmerzensgeld zusteht. Die wurde aber erst nach dem Zugunglück eingeführt. Dass der Meridian den Opfern trotzdem bis zu 10.000 Euro Entschädigung anbietet, sei ein Geständnis, so Schweikert.
Eine offizielle Entschuldigung haben seine Mandanten bislang aber nicht erhalten. Der Meridian kümmert sich um die finanzielle Abwicklung, bekommt das Geld aber von der Deutschen Bahn zurück. Bei dem Zugunglück waren 12 Menschen ums Leben gekommen und 89 verletzt worden.

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