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Änderungen im Jahr 2020

2. Januar 2020

Neues Jahr, neue Regeln – 2020 gibt es viele Änderungen. Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen gibt es hier:

Die Einzelhändler müssen ab sofort Kassenbons ausstellen. Das gilt sowohl beim Bäcker, als auch beim Dönerladen oder beim Friseur. Die Kassenbon-Pflicht soll gegen Steuerbetrug helfen.

Mehr Geld gibt es für Kinder. Der Kinderfreibetrag steigt auf 5.172 Euro an. Außerdem gibt es für erwerbstätige Eltern eine zusätzliche finanzielle Unterstützung über den Kinderzuschlag. Und für minderjährige Trennungs-Kinder gibt es mehr Unterhalt.

Nicht nur Kinder bekommen eine finanzielle Unterstützung, auch das BAföG für Studenten wird angehoben. Sie bekommen 861 Euro pro Monat statt bisher 735 Euro. Außerdem sollen mehr Studenten vom BAföG profitieren können.

Für Kinder gilt ab März eine Masernimpflicht. Ein Nachweis muss beim Eintritt in die Kita oder Schule vorgelegt werden. Kinder, die noch nicht geimpft sind, aber bereits in der Kita oder Schule sind, müssen bis Ende Juli 2021 einen Impfnachweis vorlegen.

Die Mehrwertsteuer für Hygiene Artikel sinkt – von 19 auf 7 Prozent. Das betrifft unter anderem Tampons und Damenbinden. Auch bei E-Paper und E-Books gelten niedrigere Mehrwertsteuer.

Bahnfahren wird günstiger! Das ist Teil des Klimapakets der Bundesregierung. Die Mehrwertsteuer wird von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Dafür wird Fliegen ab April teurer.
Außerdem dürfen Soldaten in Uniform ab sofort kostenlos mit der Bahn fahren. Das gilt sowohl im Fernverkehr als auch in den Regionalzügen der Deutschen Bahn.

Außerdem steigt der Mindestlohn auf 9,35 Euro – bisher waren es 9,19 Euro. Und auch die Auszubildenden bekommen mehr Geld – ab sofort müssen Betriebe ihren Azubis mindestens 515 Euro im Monat zahlen. Der soll bis 2023 auf bis zu 620 Euro angehoben werden.

Entlastung für Betriebsrentner – nun gibt es einen Freibetrag von 159,25 Euro für die Krankenkassenbeiträge. Zu viel gezahlte Beiträge werden zurückerstattet. Voraussichtlich aber erst im Laufe des Jahres. Durch den Freibetrag sollen Betriebsrentner deutlich entlastet werden.

Außerdem steigt die Rente voraussichtlich um 3,15 Prozent (im Westen) an.

Mehr Geld gibt es für Empfänger von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II und Grundsicherung. Die Regelsätze steigen um rund 1,9 Prozent.

Das Bußgeld für Verkehrsverstöße wird erhöht. Wer zum Beispiel unerlaubt auf dem Gehweg parkt, muss statt bisher 20 Euro 55 Euro zahlen. Wer Rettungskräfte bei einem Unfall nicht durchlässt zahlt 320 statt bisher 200 Euro. Und auch der ADAC Mitgliedsbeitrag kostet künftig mehr.

Plastiktüten sind künftig verboten. Allerdings gibt es eine Übergangsfrist von sechs Monaten. Das heißt, die Tüten verschwinden nach und nach aus dem Handel. Wer nach der Übergangsfrist dagegen verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.

Die Pauschale für Dienstreisen wird seit langem wieder angehoben. Die Spesen steigen um zwei bis vier Euro und gelten für Berufstätige, die mehr als acht Stunden auswärtig arbeiten.

Fachkräfteeinwanderungsgesetz – ab März sollen Fachkräfte aus Drittstaaten leichter eine Arbeitserlaubnis in Deutschland bekommen. Voraussetzung: berufliche qualifizierung, Vorweisen eines Arbeitsplatzes und ausreichende Deutschkenntnisse.

Mehr Wohngeld – Haushalte mit geringem Einkommen sollen stärker von den Wohnkosten entlastet werden. Es ist ein Zuschuss zur Miete und abhängig von der Haushaltsgröße, dem Einkommen und der Mietbelastung. Rund 660.000 Haushalte sind von der Wohngeldreform betroffen.

Der Strom wird 2020 teurer. Grund dafür ist laut Anbieter die Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EGG-Umlage). Die soll auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde steigen. Wie sich das auf den Strompreis auswirkt, ist regional unterschiedlich.

Um Hebamme zu werden braucht es nun ein Studium. Innerhalb von drei bis vier Jahren machen die künftigen Hebammen ihren Bachelor. Das Studium ist geprägt von einem hohen Praxisteil – am Ende steht eine staatliche Abschlussprüfung an.

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